Gefahr und Begierde

Gefahr und Begierde von Ang Lee
Gefahr und Begierde von Ang Lee

Spionagethriller voll knisternder Erotik!
Das neue Meisterwerk vom zweifachen Oscar-Preisträger Ang Lee!

Shanghai 1941, zur Zeit der japanischen Besatzung. Die junge Studentin Wang Jiazhi (Tang Wei) kommt in Kontakt mit der chinesischen Widerstandsbewegung und wird für eine gefährliche Mission auserwählt. Sie soll die Gunst des skrupellosen Regierungsbeamten Yi (Tony Leung) erlangen, eines Kollaborateurs der verhaßten japanischen Besatzer, und ihn in eine tödliche Falle locken. Wang schlüpft in die Rolle einer ebenso mondänen wie verführerischen Dame und macht so die Bekanntschaft mit dem Ehepaar Yi. Schon bald kann der sonst eher zurückhaltende und überaus mißtrauische Yi kaum mehr seine Augen von der attraktiven Wang abwenden. Es beginnt eine geheime, leidenschaftliche Affäre, in dem auch Wang sich immer mehr zu verlieren droht …

In „Gefahr und Begierde“ kommen gleich zwei Künstler zusammen, die ich sehr schätze: Regisseur Ang Lee und Schauspieler Tony Leung, den ich für einen der besten asiatischen Schauspieler überhaupt halte. Umso erstaunlicher auf den ersten Blick, daß man Tang Wei an seine Seite gecastet hat, die noch nie vorher in einem Film mitgespielt hat. Es ist atemberaubend, mit welcher Leichtigkeit sie auf dem Niveau von Leung mitspielt, einfach atemberaubend.

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Das schwarze Buch

Das schwarze Buch von Orhan Pamuk
Das schwarze Buch von Orhan Pamuk

Eine kriminalistische Handlung zieht den Leser in das dichte erzählerische Netz, in dem sich vor allem der Istanbuler Anwalt Galip verstrickt. Eines Tages sind plötzlich seine Frau und sein Cousin, ein bekannter Journalist und Kolumnist, spurlos verschwunden. Er macht sich auf die Suche nach den beiden Angehörigen. Galip liest die Artikel und Essays Celâls, denn er erhofft sich aus ihnen Hinweise auf den Aufenthaltsort der beiden. Zunächst scheint er über die Lektüre dieser Artikel – visionäre Texte über einen ausgetrockneten Bosporus, über geheime byzantinische Gänge und unterirdische Schaufensterpuppenkabinette – seiner Frau und Celâl näherzukommen.

Der eigentliche Protagonist dieses Romans ist die Stadt Istanbul. Pamuk ergründet ihre Tiefen und Verborgenheiten. Er taucht hinab in die unterirdischen Gänge und Zisternen vergessener Zeiten, auf denen die moderne Großstadt sich erhebt. Eine Hommage an Istanbul, der Hauptstadt am Schnittpunkt von Europa und dem Nahen Osten, zwischen Tradition und moderner Urbanität.

Wer auch immer den Klappentext zu „Das schwarze Buch“ geschrieben hat, hat den Roman entweder (wie ja ziemlich üblich) nicht gelesen oder schlicht nicht verstanden. Im Prinzip stimmt hier nur eins: Galip liest die Artikel und Essays seines Cousins Celâl.

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Retter des Planeten / Das Schwert des Aldones

Retter des Planeten / Das Schwert des Aldones von Marion Zimmer Bradley
Retter des Planeten / Das Schwert des Aldones von Marion Zimmer Bradley

Mit „Retter des Planeten“ schlug vor vierzig Jahren die Geburtsstunden von Darkover. Auf etwa 100 Seiten entwarf 1962 Marion Zimmer Bradley einen Kosmos, der auf 21 Romane und mehrere Anthologie-Bände anwachsen sollte. Auch „Das Schwert des Aldones“ entstand zur gleichen Zeit. Obwohl dieser Roman von der Autorin in einzelnen Teilen später verworfen, neu gestaltet und „Sharras Exil“ zugeordnet wurde, sind beide Erzählungen interessante Dokumente für alle Sammler, die sich den Ursprüngen der Darkover-Serie nicht verschließen wollen – und zudem spannend zu lesen …

In „Retter des Planeten / Das Schwert des Aldones“ werden tatsächlich zwei ungeheuer interessante Frühwerke aus Marion Zimmer Bradleys Darkover-Zyklus präsentiert. Ich kannte bisher nur „Retter des Planeten“, habe aber auch das zweite Buch fasziniert gelesen.

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Die Woche mit Sara

Die Woche mit Sara von Carl Jonas Love Almqvist
Die Woche mit Sara von Carl Jonas Love Almqvist

Auf einem Schiff im Mälarsee verliebt sich der junge Sergeant Albert in eine hübsche junge Frau. Doch Sara läßt ihn abblitzen. Erst bei einem Landgang kommen sie sich näher. Trotzdem besteht Sara darauf, ihr Essen selbst zu bezahlen, und schlägt vor, zusammen in dem einzigen noch freien Zimmer der Herberge zu übernachten. Und sie hält ein flammendes Plädoyer für die freie Liebe.

„Die Woche mit Sara“ ist ein vergnügliches kleines Buch! Carl Jonas Love Almqvist war mir vorher als Schriftsteller überhaupt nicht bekannt, dabei schreibt er ganz hervorragend. Seine Landschaftsbeschreibungen sind überwältigend schön und seine Dialoge und Monologe, seine Personenbeschreibungen, generell alles was mit seinen Figuren zu tun hat, ist herrlich komisch. Hier nur ein kleines Beispiel von vielen:

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