Tödliche Versprechen – Eastern Promises

Tödliche Versprechen - Eastern Promises von David Cronenberg
Tödliche Versprechen – Eastern Promises von David Cronenberg

Mord, Gewalt, Sex, Menschenhandel – der neue Thriller von Kultregisseur von David Cronenberg über die gefährlichen Machenschaften der Russenmafia in London!

Die Londoner Hebamme Anna (Naomi Watts), muß miterleben, wie eine namenlose osteuropäische Prostituierte bei der Geburt ihres Babys stirbt. Anna setzt alles daran, die Angehörigen des verwaisten Säuglings zu finden. Ihre einzigen Hinweise sind ein russisches Tagebuch und ein Streichholzbriefchen eines russischen Restaurants. Anna folgt der Spur und trifft dabei auf den attraktiven Nikolai (Viggo Mortensen). Der arbeitet für den ebenso einflussreichen wie zwielichtigen Restaurant-Besitzer und Patriarchen Semyon (Armin Mueller-Stahl). Als Anna entdeckt, daß das Tagebuch Beweise enthält, die Semyon und seinen Sohn Kirill (Vincent Cassel) für viele Jahre hinter Gitter bringen könnten, schwebt sie schon längst in höchster Gefahr …

Die Kombination von David Cronenberg und Viggo Mortensen ist generell genial. In „Tödliche Versprechen – Eastern Promises“ kommen dazu auch noch Armin Mueller-Stahl und Vincent Cassel. Um es kurz zu machen: Der Film ist großartig und man sollte ihn unbedingt gesehen haben!

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Der Tag zieht den Jahrhundertweg

Der Tag zieht den Jahrhundertweg von Tschingis Aitmatow
Der Tag zieht den Jahrhundertweg von Tschingis Aitmatow

„Der Tag zieht den Jahrhundertweg“ ist eine DDR-Ausgabe von Tschingis Aitmatows Hauptwerk. Der Unionsverlag hat es unter dem Titel „Ein Tag länger als ein Leben“ herausgebracht und daher habe ich auch den Klappentext:

In einer kleinen Bahnstation in der Steppe ist ein Arbeiter gestorben, der alte Edige will ihm nach alter Sitte die letzte Ehre erweisen. Während sich die kleine Trauerkarawane auf den Weg macht, mitten durch militärisch abgeschirmtes Gelände, starten von einem nahegelegenen Kosmodrom mehrere Raketen. Ein interplanetarischer Zwischenfall, von beiden Supermächten verschwiegen, verunsichert Amerikaner wie Russen und droht sie in den alten Konflikt zu treiben, der in der globalen Zerstörung endet.

Aitmatows Roman ist Vision und Warnung vor einer nicht mehr zu kontrollierenden, Geist, Vernunft und Natur auslöschenden Technik.

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Die Blutige Sonne

Die blutige Sonne von Marion Zimmer Bradley
Die blutige Sonne von Marion Zimmer Bradley

Nach Jahren im Dienst des terranischen Imperiums kehrt Jeff Kerwin auf den Planeten Darkover zurück, um nach seinen Wurzeln zu suchen und das Geheimnis seiner Herkunft zu entschlüsseln. Schnell gerät er zwischen alle Fronten und begegnet überall einer Mauer des Schweigens. Als Sohn eines Raumfahrers und einer Darkovanerin gilt Jeff als Bastard, den die Darkovaner nicht in ihre Gemeinschaft aufnehmen wollen. Prekär wird die Lage, als geheime Informationen an die Terraner weitergegeben werden. Obwohl äußerlich nicht von den Comyn zu unterscheiden – er hat deren brandrote Haare und auch eine PSI-Begabung – gilt Jeff Kerwin doch als Verräter.

Auch „Die blutige Sonne“ könnte man im Prinzip in die selbe Reihe wie „Die Kräfte der Comyn“ und „Die Winde von Darkover“ einordnen (zumal auch Kennard Alton wieder auftaucht). Es gibt aber einige Faktoren, die das Buch zu einem wirklich wichtigen in der Geschichte Darkovers machen, das man nicht verpassen sollte.

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Irakische Rhapsodie

Irakische Rhapsodie von Sinan Antoon
Irakische Rhapsodie von Sinan Antoon

In der Direktion der Staatssicherheit wird ein Manuskript gefunden, das ein Gefängnisinsasse in einer schwer entzifferbaren Schrift verfaßt hat. Ein Parteigenosse erhält den Auftrag, den verdächtigen Text lesbar zu machen.

Lange hat Furât, der Verfasser des Manuskripts, Anglistikstudent und angehender Schriftsteller, gezögert, bevor er die weißen Blätter, die ihm ein Mitinsasse heimlich zugesteckt hatte, zu füllen begann. Ein gefährliches Unterfangen. Das Land befindet sich im Krieg, das totalitäre Regime duldet keinerlei Abweichung. In faszinierendem Wechsel zwischen Erinnerung und Gegenwart, Reflexion, Angst- und Wunschträumen schildert der junge Mann das Leben der Studenten mit seinen abstrusen Verordnungen und Verboten, den aufgezwungenen Massenveranstaltungen, aber auch die glücklichen Momente mit seiner Geliebten und seiner Großmutter – zwei nicht konformen Frauen, die ganz entscheidend zu seinem Durchhalten beitragen.

Schreiben als Widerstand: Mit der „Irakischen Rhapsodie“ ist Sinan Antoon ein eindrucksvolles, poetisches Debüt gelungen.

Eigentlich ist dem Klappentext kaum noch etwas hinzuzufügen. „Irakische Rhapsodie“ ist ein ausgesprochen gelungenes Werk über totalitäre Systeme, Unterdrückung und Folter. Die Wechsel zwischen den Erzählebenen im Gefängnis und Furâts Erinnerungen, sowie seinen Träumen, mit denen er sich aus dem Gefängnis wegphantasiert, sind so klar nachzuvollziehen, daß man keine Schwierigkeiten hat, der Handlung zu folgen.

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