Brokeback Mountain

Brokeback Mountain von Ang Lee
Brokeback Mountain von Ang Lee

Als „Brokeback Mountain“ herausgekommen ist, war der Film in aller Munde. Das liegt natürlich vor allem damit zu tun, daß wir es hier mit einem Western mit schwulen Cowboys zu tun haben:

Oscar-Preisträger Ang Lee entwirft ein zutiefst bewegendes Portrait einer tragischen Liebe.

Wyoming 1963: Der Rancher Ennis del Mar (Heath Ledger) und der Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal) werden auf Brokeback Mountain angeheuert, den Sommer über eine Herde Schafe vor Wilderern und Raubtieren zu schützen. In der harten und rauhen Einsamkeit der Berge entwickelt sich zwischen den beiden bald mehr als bloße Kameradschaft – sie verlieben sich ineinander. Doch angesichts der engstirnigen Moralvorstellungen in der konservativen US-Provinz bleiben ihnen nur getrennte Wege. Die Cowboys heiraten, gründen Familien – und kommen doch nicht voneinander los. Nur heimlich können sie über die Jahre bei ihren seltenen Treffen in der Wildnis ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Bis Jack einen letzten verzweifelten Versuch unternimmt für ihre Zukunft zu kämpfen …

Brokeback Mountain weiterlesen

The Tale of Murasaki

The Tale of Murasaki von Liza Dalby
The Tale of Murasaki von Liza Dalby

Transporting the reader to a different place and another era, here is a rare and remarkable fictional portrait of an eleventh-century Japanese woman of the imperial court, and the exotic world she observed. From the real life and work of Murasaki Shikibu, arguably the world’s first novelist, „The Tale of Murasaki“ weaves an irresistible fiction, with all the spellbinding magic of „Memoirs of a Geisha“.

Wer bei Liza Dalbys Japanepos „The Tale of Murasaki“ erwartet, tapferen Samurai zu begegnen, der wird enttäuscht werden. Die von ihr beschriebene Heian-Periode der japanischen Geschichte ist zeitlich weit vor dem Erstarken der Kriegerkaste anzusiedeln. Statt mit Krieg beschäftigen sich die Adeligen Japans mit den schönen Dingen des Lebens. Sie vertreiben sich die Zeit mit Gedichten, komponieren Räucherwerk, legen Gärten an, färben und nähen ständig ihre Kleider und Zimmerausstattungen um … Das war es eigentlich auch schon. Probleme mit Geld, soziale Konflikte, kommt alles nicht vor, auch wenn sich Murasaki manchmal Gedanken darüber macht, ob man die Diener und Unberührbaren wohl überhaupt als Menschen bezeichnen kann (sie denkt, ja).

The Tale of Murasaki weiterlesen

Der verbotene Turm

Der verbotene Turm von Marion Zimmer Bradley
Der verbotene Turm von Marion Zimmer Bradley

Eine Bewahrerin, so besagt das Gesetz, hat nur für ihre Aufgabe zu leben. Aber Callista, die Bewahrerin des mächtigen Turms von Arilinn werden soll, liebt den Terraner Andrew Carr. Sie ist nicht bereit, auf ihre Bestimmung zu verzichten, um ihrem Herzen folgen zu können. Noch nie hat es eine Bewahrerin gewagt, sich den alten Gesetzen zu widersetzen. Callista bricht mit der Tradition und zieht sich die Todfeindschaft von Leonie, der Bewahrerin von Arilinn, zu. Aber noch schlimmer sind die schrecklichen Kräfte des Laran, die in Callista schlummern und sich gegen sie selbst und ihren Geliebten richten.

„Der verbotene Turm“ führt die Ereignisse in „Das Zauberschwert“ weiter und erzählt damit die Geschichte einiger meiner Lieblings-Charaktere. Ich mag alle vier der Haupt-Protagonisten, allerdings nicht alle gleich gerne. Callista ist dabei diejenige, die mir am wenigsten sympathisch ist, was vielleicht einfach an ihrer „Opferrolle“ liegt. Ihre zupackende und beherzte Schwester Ellemir ist mir da deutlich lieber.

Der verbotene Turm weiterlesen

Captain Bligh’s Portable Nightmare

Captain Bligh's Portable Nightmare von John Toohey
Captain Bligh’s Portable Nightmare von John Toohey

„History brought to life.“, verspricht „Captain Bligh’s Portable Nightmare“. Das ist ein ziemlich großes Versprechen und es wird hier ganz sicher nicht eingelöst. Überhaupt bin ich mir nicht so ganz sicher, was John Toohey mit seinem Buch erreichen möchte.

Er erzählt die Geschichte nach, wie Captain Bligh und seine Kameraden nach der Meuterei auf der Bounty, mit einem kleinen Boot den kompletten Pazifik überquerten. Dabei versucht er den Spagat zu schaffen zwischen Fakten und Fiktion … und scheitert an beidem. Er schafft es nie, die Emotion des Lesers so weit zu fesseln, daß man wirklich mit den Männern in diesem Boot ist. Gleichzeitig ist seine Quellenarbeit völlig uneinsichtig. Und seine ständigen Behauptungen, daß jeder es geschafft hätte, die Männer halbwegs lebend zurück in die Zivilisation zu schaffen, ist … einfach bescheuert.

Wer sich für die Geschichte der Bounty interessiert, der sollte Caroline Alexanders „Die Bounty“ lesen.