In the Mood for Love

In the Mood for Love von Wong Kar-Wai
In the Mood for Love von Wong Kar-Wai

Hongkong 1962. Der Zeitungsredakteur Chow und seine Frau beziehen zeitgleich mit der wunderschönen Li-zhen und ihrem Mann ein Haus der Shanghai-Community. Während ihre Ehepartner so gut wie nie zu Hause sind, begegnen sich Chow und Li-zhen von nun an fast täglich. Schnell werden sie zu Freunden, aber eines Tages sind die zwei gezwungen, der Realität ins Auge zu sehen: ihre Ehepartner haben eine Affäre miteinander! Aus Rache und Einsamkeit werden Chow und Li-zhen selbst zu Liebenden. Doch aufgrund ihrer Schuldgefühle können sie ihre Liebe nicht genießen. Es entwickelt sich ein gefährliches und verwirrendes Spiel, das zwischen Erotik, Liebe und Sehnsucht schwebt …

„In the Mood for Love“ ist einer der schönsten Filme, die ich jemals gesehen habe. Bei einem so zarten und eleganten Liebesfilm wundert es einen fast schon, daß Wong Kar-Wai ein männlicher Regisseur ist. Ein solch großes Verständnis für Gefühle, das traut man traditionell nur einer Frau zu.

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Die Farbe des Mondes

Die Farbe des Mondes von Alkyoni Papadaki
Die Farbe des Mondes von Alkyoni Papadaki

Sie haben es nicht leicht in den Tabakfeldern: Nina, ihre vier Kinder und die Großmutter. Sie sind arm, die Arbeit ist schwer und monoton. Fotis, der älteste Sohn, hält es hier nicht aus. Er geht nach Athen, um das Leben kennenzulernen. Und er lernt es gründlich kennen. Als später seine Geschwister nachkommen, erliegen sie nacheinander den Verführungen der Stadt.

Fotis braucht seine ganze Kraft.

„Die Farbe des Mondes“ ist ein so trauriges wie schönes Buch. Fotis und seine Familie haben das ganze Buch über nur Pech. Das ist an vielen Stellen quasi hausgemacht, denn gerade seine jüngeren Geschwister sind ziemliche Tunichtgute, manchmal aber auch einfach nur Schicksal. So taumeln sie immer weiter in den Abgrund, obwohl (oder gerade weil) sich ihre Mutter mit aller Kraft bemüht, die Familie durchzubringen. Nur Fotis schafft es am Ende, sich zumindest einen Hauch von Glück einzufangen. Und auch das nur, weil er auf die große, alles überwältigende Liebe verzichtet und sich bescheidet.

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Die zerbrochene Kette

Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley
Die zerbrochene Kette von Marion Zimmer Bradley

Neben dem Kurzgeschichtenband „Freie Amazonen von Darkover“ ist „Die zerbrochene Kette“, glaube ich, das erste Buch aus dem Darkover-Zyklus, das ich gelesen habe. Insofern habe ich mich darauf gefreut, es wieder einmal zu lesen. Darum geht es:

„Ich schwöre, daß ich von diesem Tag an nie mehr den Namen eines Mannes führen will, sei er Vater, Vormund, Liebhaber oder Gatte …“ Dies ist mir eom Teil des Eids der freien Amazonen von Darkover, die der Männerwelt trotzen und völlige Gleichberechtigung fordern. Mit mehreren mutigen Frauen begeben sich die freien Amazonen Kindra und Lady Rohana Ardais auf eine gefahrvolle Reise in die Trockenstädte. Dotz regieren Männer nach ihren Gesetzen und legen Frauen in goldene Ketten. Das Ziel der beherzten Frauen ist, eine entführte Freundin und deren kleine Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien.

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Die kleine Steinblume

Die kleine Steinblume von Tschuluunzezeg Gaaw
Die kleine Steinblume von Tschuluunzezeg Gaaw

Die „kleine Steinblume“ kam in einer kalten Nach im Februar 1962 in einer Jurte zur Welt.

Mit hohen Auszeichnungen für hervorragende schulische Leistungen erhält sie, nach entbehrungsreicher Kindheit in den Weiten der mongolischen Steppe, einen Studienplatz in der DDR. Doch ihr Leben verläuft immer wieder anders, als sie es sich erträumt hat.

Ihr Glück ist es anzukommen, das Bleiben ist ihr fremd geblieben.

In „Die kleine Steinblume“ zeigt sich einmal wieder wie in „Das darfst du nicht!“, daß es für eine gute Autobiographie eben nicht reicht, einiges erlebt zu haben und davon zu erzählen. Man muß auch gut erzählen und genau das tut Tschuluunzezeg Gaaw einfach nicht. Stattdessen reiht sie Ereignisse aneinander, ohne auch nur ansatzweise in die Tiefe zu gehen oder über ihre Gefühle dabei zu sprechen.

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