In den Wind geschrieben

In den Wind geschrieben von Douglas Sirk
In den Wind geschrieben von Douglas Sirk

Die Hadleys sind eine der reichsten und mächtigsten Familien in Texas. Doch hinter den Kulissen der Öldynastie herrschen Neid, Alkohol und Intrigen. Der neurotische Playboy Kyle (Robert Stack) trinkt exzessiv und sein Frau Lucy (Lauren Bacall) leidet darunter. Kyles bester Freund Mitch (Rock Hudson) versucht wie immer, alles zu regeln. Doch als sich Kyles Schwester (Dorothy Malone) einmischt, nimmt eine Katastrophe ihren Lauf …

„In den Wind geschrieben“ ist eine dieser extrem klassischen Tragödien aus den 1950ern. Das fängt natürlich schon damit an, daß Rock Hudson mitspielt. (Weil, irgendwie spielt er in allen Filmen in den 1950ern, oder?)  Aber auch die schiere Größe des Films ist irgendwie typisch.

Was meine ich mit Größe? Eine gewisse Überzeichnung der Charaktere, der Handlung, des Dramas. Und auch der filmischen Mittel. Die Einstellungen sind bombastisch, die Filmmusik, die großzügige Verwendung von Weichzeichner … Im Prinzip also same old, same old.

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Die Ararat-Legende

Die Ararat-Legende von Yaşar Kemal
Die Ararat-Legende von Yaşar Kemal

Der Hirte Ahmet spielt auf der Flöte das uralte Lied vom Ararat, dem Retter in der Not und dem Strafenden bei Ungehorsam. Da sieht er im Morgengrauen vor seiner Hütte am Fuße des Felsens einen silber- und goldgeschmückten Schimmel stehen – ein Geschenk Allahs, so meinen der Weise Sofi und die kurdischen Bergbauern. Verheißt das prächtige Araberpferd Freude oder Leid? Ahmet weigert sich, dem osmanischen Pascha in Beyazit die vermeintliche Gabe Gottes zurückzuerstatten, das verbietet der islamische Brauch. Doch Mahmut Chan kennt keine Tradition und wirft ihn in den Kerker, wo Ahmet die Liebe von Gülbahar gewinnt, des Paschas Tochter. Das Mädchen mit den Gazellenaugen verhilft ihm zur Flucht, und eine schweigende Volksmenge zieht um des Glücks der Liebenden willen auf den Herrscherpalast zu. Dennoch können die beiden nicht zueinanderfinden: Der Schatten des Mißtrauens ist auf ihre Liebe gefallen. Der stolze, unversöhnliche Ararat hat im Zorn seinen Fluch gesprochen über menschliche Untugenden wie Argwohn und Eifersucht, Besitzgier und Machtrausch.

Eigentlich erzählt „Die Ararat-Legende“ aber nicht Ahmets Geschichte, sondern die von Gülbahar. Denn während der nur im Kerker sitzt, versucht das Mädchen, das sich unsterblich in ihn verliebt hat, alles, um ihn frei zu bekommen. Sie sucht Hilfe bei ihrem Bruder, schließlich bei einem Feueranbeter, einem Scheich und dem Gefängniswärter Memo. Aber es ist er die Macht und der Zorn des Volkes, die sie mit Ahmet zusammenbringt.

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Die Zeit der Hundert Königreiche

Die Zeit der Hundert Königreiche von Marion Zimmer Bradley
Die Zeit der Hundert Königreiche von Marion Zimmer Bradley

Die Territorien des Planeten Darkover sind in viele Fürstentümer und Stadtstaaten zerfallen. Persönliches Besitzstreben und Machtanspruch verhindern eine Einigung der Domänen. Der Knabe Bard di Asturien wächst als Pflegesohn an einem der Höfe gemeinsam mit den Söhnen und Töchtern des Königs heran. Zum Heerführer des Reiches aufgestiegen, verlobt er sich mit der Tochter Carlina und muß eine Probezeit bis zum Vollzug der Ehe bestehen. Ein plötzlich entfachter Streit mündet in einen erbitterten Kampf. Ein Bruder wird verkrüppelt, der andere getötet. Bard wird für vogelfrei erklärt und muß fliehen. Um im Kampf gegen das Königshaus zu bestehen, nutzt er dunkle Magie, die sein Verhängnis wird …

„Die Zeit der Hundert Königreiche“ ist so ein Buch, wo ich mich echt frage, was sich die Autorin dabei gedacht hat. Wie kann man einen Charakter, noch dazu den Hauptprotagonisten des Buches, so unsympathisch und dämlich gestalten? Ich verstehe die Intention dahinter, aber die Ausführung ist wirklich furchtbar.

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Tall, Dark and Dead

Tall, Dark and Dead von Tate Hallaway
Tall, Dark and Dead von Tate Hallaway

Ich bin selbst schuld! Wieso lese ich sowas wie „Tall, Dark and Dead“ überhaupt? Chick-lit mit Vampiren, das kann ja nur schief gehen …

Tut es auch und zwar gleich zweifach. Da ist zunächst mal die Chick-lit-Sache. Diese ständige Fixierung auf (unglaublich gutaussehende) Männer … meine Güte nochmal! Spätestens wenn man über 25 ist, sollte man begriffen haben, daß es mehr gibt da draußen als Typen und Sex. Und mit dem Sex sind wir auch schon beim zweiten Manko des Buches: Tate Hallaway kann einfach keine erotischen Sexszenen schreiben. Selten hab ich es erlebt, daß man das alte Rein-Raus-Spiel so unsexy machen kann wie hier. Klinische Details sind halt nicht alles.

Dann diese Story … Vampire, Hexen, Hexenjäger-Assassinen des Vatikans (ja, richtig gelesen!), Dhampire (das sind leibliche Kinder von Vampiren) und eine Hauptfigur, die von einer Göttin besessen ist und einen Familiar hat. Astrologie, Wicca-Magie, Alchemie … es hört einfach nicht auf. Ich weiß nicht, wieso man das alles in ein Buch mischen muß, ich weiß es wirklich nicht. Für mich klingt das immer irgendwie wie (schlechte) Fanfiction.

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