Betty und ihre Schwestern

Betty und ihre Schwestern von Louise May Alcott
Betty und ihre Schwestern von Louise May Alcott

Es ist die Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mrs March und ihre vier heranwachsenden Töchter warten auf die Rückkehr des Vaters, der als Geistlicher an der Front ist. Die Familie muß mit vielen Problemen des Alltags fertig werden. Finanzielle Nöte gehören genauso dazu wie Rivalitäten unter den Geschwistern.

Es gibt jedoch auch viele schöne Erfahrungen und die Schwestern begreifen, daß Freunde und der Zusammenhalt in der Familie das Wichtigste im Leben sind. Als ihr Vater nach einem Jahr von der Front zurückkehren kann, stellt er fest, daß seine Töchter ein Stück erwachsener geworden sind.

Louise May Alcotts Familienroman „Betty und ihre Schwestern“ gehört seit fast 150 Jahren zum Bestand der klassischen Jugendliteratur.

„Betty und ihre Schwestern“ gehört vielleicht zum Bestand der klassischen Jugendliteratur und das schon seit fast 150 Jahren, aber so langsam aber sicher wird es Zeit, daß das Buch in die Mottenkiste wandert. Was für ein frömmelnder Kitsch! Einfach furchtbar! Alle sind sie superbrav, superreligiös und superstrebsam. Ist echt nicht zum Aushalten!

Wenn in dem ganzen Roman dann noch irgendetwas Spannendes passieren würde, dann wäre es ja noch ganz in Ordnung. Ganz süß ist es ja geschrieben und die Charaktere sind durchaus sympathisch. Aber außer daß die Mädels sticken, Hausarbeiten machen und sich unterhalten passiert nix. Selbst die Liebesgeschichte ist so vorhersehbar, da braucht es schon aktives Ignorieren, um nicht zu wissen, wie es ausgeht.

Wer ein braves und gottesfürchtiges Töchterchen haben möchte, das ausgezeichnet den Haushalt führen kann und sich danach sehnt mit einem anständigen jungen Mann verheiratet zu werden, der darf seinen Kindern gerne dieses Buch in die Hand drücken. Moderne Menschen sollten es lieber lassen. Das Weltbild, das hier transportiert wird ist sowas von vorvorgestern, das ist schon nicht mehr feierlich!