Archiv für Juni, 2018

Alien

Posted in Hollywood, SZ-Cinemathek with tags on 28. Juni 2018 by lady8jane
Alien von Ridley Scott

Alien von Ridley Scott

Mysteriöse Signale veranlassen die Besatzung des Raumfrachters zur Landung auf einem angeblich unbewohnten Planeten. Dort trifft die Mannschaft auf eine fremde Lebensform, fähig die gesamte Menschheit zu vernichten. Nacheinander kommen die Besatzungsmitglieder auf unheimliche und bestialische Weise zu Tode. Als einzige Überlebende nimmt Ripley den ungleichen Kampf auf, bis zum grausamen Ende.

Wenn ich fies wäre, würde ich sagen, daß „Alien“ entstanden ist, als Ridley Scott noch gute Filme gemacht hat … Denn der Film ist einfach großartig, da kann man keine anderen Worte finden.

Klar, man sieht, daß der Streifen von 1979 ist. Gerade die Klamotten und die Frisuren sind … grausig. Und auch die Charaktere sind eher Klischees als echte Figuren mit Tiefgang. Aber das müssen sie auch nicht sein, das ist ein Action-Film und keine Arthaus-Produktion.

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Timimoun

Posted in Alexandria with tags , on 21. Juni 2018 by lady8jane
Timimoun von Rachid Boudjedra

Timimoun von Rachid Boudjedra

Rachid Boudjedra, der bedeutendste algerische Schriftsteller der Gegenwart, hat mit „Timimoun“ eine Liebeserklärung an die Wüste und die Liebe geschrieben.

„Ich falle ins Unheil der Menschenschicksale, so pathetisch und jammervoll, nun bin ich verliebt und zum Heulen eifersüchtig, weil Sarah für diesen jungen schwarzen Musiker schwärmt, gegen den ich überhaupt keine Chance habe“, klagt ein ehemaliger Pilot, homosexuell, der als Reiseleiter mit Sarah und anderen Touristen in der Sahara unterwegs ist.

Mir hat ja schon „Fluchten“ von Rachid Boudjedra gut gefallen. Also habe ich auch bei „Timimoun“ zugegriffen, zumal das Buch sehr schmal ist. Außerdem hat es mich interessiert, wie ein algerischer Schriftsteller einen homosexuellen Charakter darstellt.

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Betty und ihre Schwestern

Posted in Alexandria, GEOlino-Bibliothek with tags , on 14. Juni 2018 by lady8jane
Betty und ihre Schwestern von Louise May Alcott

Betty und ihre Schwestern von Louise May Alcott

Es ist die Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges. Mrs March und ihre vier heranwachsenden Töchter warten auf die Rückkehr des Vaters, der als Geistlicher an der Front ist. Die Familie muß mit vielen Problemen des Alltags fertig werden. Finanzielle Nöte gehören genauso dazu wie Rivalitäten unter den Geschwistern.

Es gibt jedoch auch viele schöne Erfahrungen und die Schwestern begreifen, daß Freunde und der Zusammenhalt in der Familie das Wichtigste im Leben sind. Als ihr Vater nach einem Jahr von der Front zurückkehren kann, stellt er fest, daß seine Töchter ein Stück erwachsener geworden sind.

Louise May Alcotts Familienroman „Betty und ihre Schwestern“ gehört seit fast 150 Jahren zum Bestand der klassischen Jugendliteratur.

„Betty und ihre Schwestern“ gehört vielleicht zum Bestand der klassischen Jugendliteratur und das schon seit fast 150 Jahren, aber so langsam aber sicher wird es Zeit, daß das Buch in die Mottenkiste wandert. Was für ein frömmelnder Kitsch! Einfach furchtbar! Alle sind sie superbrav, superreligiös und superstrebsam. Ist echt nicht zum Aushalten!

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Gespenstergeschichten aus Skandinavien

Posted in Alexandria with tags on 7. Juni 2018 by lady8jane
Gespenstergeschichten aus Skandinavien herausgegeben von Wolfgang Körner

Gespenster- geschichten aus Skandinavien herausgegeben von Wolfgang Körner

Skandinavische Spukgestalten haben es in sich: Grauenhafte Trolle erschrecken den einsamen Wanderer, Huldre-Frauen stellen dem Holzfäller nach, und wenn der Fischer in Seenot Raben sieht, muß er immer damit rechnen, daß es Unterirdische sind, die ihn zur Insel Utröst geleiten. Mit diesen Gestalten aus der nordischen Sagenwelt wetteifern die Gespenster in der skandinavischen Literatur: Jahrelang verfolgt der rotbärtige Tote den jungen Hamsun, aus dem Nebel greift ein Phantom dem Mörder Henning an die Kehle. Ein Kind nach dem anderen holt das Seegespenst dem Fischer Elias vom Boot. Die Angst geht um im Dorf und treibt Grete ins Wasser, aus dem man sie als Leiche zieht. Wo falsch gespielt wird, erscheint die Geisterhand, der Lift befördert das ehebrecherische Paar direkt in die Hölle, und irgendwo in Deutschland begegnet dem Handelsreisenden aus dem Norden in unheimlich düsterer Nacht die Gespensterkolonne.

Dieser Band enthält neben einigen folkloristischen Texten aus der Sagenwelt der nordischen Völker skandinavische Gespenstergeschichten, die, in Deutschland kaum bekannt geworden, längst zur Weltliteratur gehören.

Auch wenn der Teufel bei Lagerkvist einen Smoking trägt; jene beklemmende Angst, die er hervorruft, ist zeitlos wie der Schauder des Lesers.

Anders als in „Gespenstergeschichten aus Lateinamerika“ findet man in „Gespenstergeschichten aus Skandinavien“ tatsächlich fast ausschließlich Gespenstergeschichten. Und es ist mir durchaus sympathisch, wenn ein Buch auch das hält, was es verspricht.

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