Der dritte Mann

Der dritte Mann von Carol Reed
Der dritte Mann von Carol Reed

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, daß irgendjemand den Film „Der dritte Mann“ noch nicht kennt. Hier zur Sicherheit aber doch der Text auf dem DVD-Cover:

Wien, 1948: Der amerikanische Schriftsteller Holly Martins will in der besetzten Stadt seinen alten Freund Harry Lime besuchen. Aber am Tag seiner Ankunft wird Lime beerdigt. Von einem britischen Offizier erfährt Martins, dass Lime ein skrupelloser Schwarzhändler gewesen sein soll. Martins glaubt es nicht und stellt eigene Nachforschungen an. Limes Geliebte Anna, die aus dem russischen Sektor geflohen ist, hilft ihm dabei. Seine Suche nach der Wahrheit zieht Martins immer tiefer in einen gefährlichen Teufelskreis aus Betrug, Korruption und Mord. Schließlich führt ihn die Jagd nach dem „dritten Mann“ in das unterirdische Kanalisationsnetz der Stadt …

Es ist nicht von ungefähr, daß dieser Film immer wieder in den Listen auftaucht, wenn es darum geht die 100 oder die 10 besten Filme aller Zeiten zu bestimmen, und daß das British Film Institute den Film 1999 zum besten britischen Film aller Zeiten gewählt hat. Weil … er ist gut. Er ist verdammt gut! So gut, daß man ihn immer und immer und immer wieder anschauen kann.

Das fängt schon bei der extrem genialen Filmmusik an, dem Harry Lime Theme von Anton Karas, das ungeheuer berühmt und jederzeit wiedererkennbar ist. Dann die Kameraarbeit, die Kontraste von Licht und Dunkel, der Schnitt, wirklich wirklich spannend. Die Schauspieler …Orson Welles ist einfach immer großartig, ich bin ein Riesen-Fan von ihm. Aber auch die anderen Schauspieler sind super, allen voran die deutsch-österreischischen Nebendarsteller, die auch optisch aus den üblichen Hollywood-Standards herausfallen. Wegen dieser Schauspieler lohnt es sich übrigens ganz besonders den Film im englischen Original anzusehen. Nur so kann man die Akzente und die Tatsache, daß einige Teile tatsächlich in Deutsch gesprochen werden, überhaupt mitbekommen. Denn durch die Synchronisation geht das alles leider verloren.

Ach … die Handlung ist natürlich auch verdammt gut. Und immer noch spannend, auch wenn man den Schluß schon kennt. Was für mich (bis auf wenige Ausnahmen) einen guten Film ausmacht.

Das Buch zum Film, bzw. das Buch das Graham Greene vor dem und für den Film geschrieben hat, ist übrigens auch sehr zu empfehlen.