Der kleine Lord

Der kleine Lord von Frances Hodgson Burnett
Der kleine Lord von Frances Hodgson Burnett

Der siebenjährige Cedric lebt mit seiner Mutter in Amerika, sein Vater ist früh gestorben. Doch Cedric hat viele Freunde: Dick, den Schuhputzerjungen, zum Beispiel oder den Lebensmittelhändler Mr. Hobbs.

Doch eines Tages ändert sich alles: Cedrics Großvater, der reiche und mächtige Graf Dorincourt, möchte den Jungen nach England holen, um ihn dort zu erziehen und später zu seinem Nachfolger zu machen. Dem „kleinen Lord“ steht eine aufregende Reise in eine andere Welt bevor …

In ihrem internationalen Kinderbuchklassiker zeigt Frances Hodgson Burnett, daß Natürlichkeit und Menschlichkeit wichtiger sind als starre Regeln. Einfühlsam schildert sie die Annäherung zwischen dem strengen Großvater und seinem liebenswerten Enkel.

Wenn schon „Der geheime Garten“ ein wenig kitschig war, so ist „Der kleine Lord“ absolut unerträglich süßlich. Allein schon die Beschreibungen des kleinen Cedric sind so süß und perfekt, daß es einem regelrecht schlecht wird. Und dann verhält sich dieses putzige kleine Kind auch noch wie ein Rauschgoldengelchen, es ist nicht zu ertragen.

Ich habe nichts gegen idealisierte Figuren, ganz und gar nicht. Aber muß man immer und immer und immer wieder erwähnen, wie toll sie sind? Für wie doof hält die Autorin ihre Leser (= Kinder) eigentlich, daß sie ihnen nicht zutraut, schon beim ersten Mal zu verstehen, wie nett und hübsch der Junge ist? Sowas kann ich gar nicht haben! Und dann auch noch diese furchtbar kitschige Geschichte, grauenhaft. Wer das seinen Kindern zumutet, kann nicht mehr ganz bei Verstand sein. Oder er hat das Buch nicht gelesen. Grausig, einfach grausig.