L.A. Confidential

L.A. Confidential von Curtis Hanson
L.A. Confidential von Curtis Hanson

Sechs Tote, darunter ein Cop: Ein scheinbar sinnloses Blutbad bringt die Polizei von Los Angeles zum Kochen. Die drei Top-Agenten der Stadt übernehmen den Fall und stoßen bei ihren Ermittlungen auf einen unbeschreiblichen Sumpf aus Drogen, Mord und Korruption. Jetzt zeigt die „Stadt der Engel“ ihr wahres Gesicht – ein Gesicht, das man nur einmal lebend zu sehen bekommt …

„L.A. Confidential“ ist etwas, das man wirklich selten findet: ein intelligenter Actionfilm. Das Spiel der Intrigen zwischen den Polizisten, der Presse und den Gangstern. Das skrupellose Vorgehen einiger der Protagonisten, Selbstjustiz, Protagonisten, die einmal auf der einen, dann wieder auf der anderen und am Ende doch auf einer wieder anderen Seite spielen … Es ist nicht ganz einfach hier durchzublicken. Und für mich doppelt schwer, weil ich gewohnheitsmäßig Probleme damit habe, Kevin Spacey und Russel Crowe auseinanderzuhalten. Definitiv also kein Film, den man mal nebenher ansehen kann.

L.A. Confidential weiterlesen

Das Land der Töchter

Das Land der Töchter von Yang Erche Namu
Das Land der Töchter von Yang Erche Namu

Im Südwesten Chinas, nahe dem Himalaja, liegt das Gebiet der Moso: „Das Land der Töchter“ nennen es die Chinesen. Denn dort haben die Frauen das Sagen. Sie besitzen die alleinige Kontrolle – über die Familie, den Besitz und die Liebe. Die chinesische Popsängerin Yang Erche Namu erzählt von ihrer bewegten Kindheit in dieser faszinierenden Welt der Frauen.

Das erste Mal habe ich über die Moso in meinem Studium gehört. Ich wollte schon immer mehr über diesen Volksstamm hören, und habe deshalb bei „Das Land der Töchter“ sofort zugegriffen. Yang Erche Namu, bei uns wohl eher als Model und weniger als Popsängerin bekannt, erzählt darin von ihrem Leben in und ihre Flucht aus dieser ungewöhnlichen Gesellschaft. Wobei ich betonen möchte, daß sie nicht wegen der Traditionen der Moso von zuhause weggelaufen ist, sondern eigentlich aus den Gründen, die schon seit Jahrhunderten junge Menschen von zuhause weglaufen lassen: Um herauszukommen aus der Enge und Abgeschiedenheit des Dorfes, und um in der großen Stadt ihr Glück zu machen.

Das Land der Töchter weiterlesen

Der kleine Lord

Der kleine Lord von Frances Hodgson Burnett
Der kleine Lord von Frances Hodgson Burnett

Der siebenjährige Cedric lebt mit seiner Mutter in Amerika, sein Vater ist früh gestorben. Doch Cedric hat viele Freunde: Dick, den Schuhputzerjungen, zum Beispiel oder den Lebensmittelhändler Mr. Hobbs.

Doch eines Tages ändert sich alles: Cedrics Großvater, der reiche und mächtige Graf Dorincourt, möchte den Jungen nach England holen, um ihn dort zu erziehen und später zu seinem Nachfolger zu machen. Dem „kleinen Lord“ steht eine aufregende Reise in eine andere Welt bevor …

In ihrem internationalen Kinderbuchklassiker zeigt Frances Hodgson Burnett, daß Natürlichkeit und Menschlichkeit wichtiger sind als starre Regeln. Einfühlsam schildert sie die Annäherung zwischen dem strengen Großvater und seinem liebenswerten Enkel.

Wenn schon „Der geheime Garten“ ein wenig kitschig war, so ist „Der kleine Lord“ absolut unerträglich süßlich. Allein schon die Beschreibungen des kleinen Cedric sind so süß und perfekt, daß es einem regelrecht schlecht wird. Und dann verhält sich dieses putzige kleine Kind auch noch wie ein Rauschgoldengelchen, es ist nicht zu ertragen.

Der kleine Lord weiterlesen

Anacaona

Anacaona von Alicia Castro
Anacaona von Alicia Castro

Kuba, 1932: Elf Schwestern, jung, schön und leidenschaftlich, gründen das Orchester „Anacaona“. Allabendlich treten sie in den Straßencafés von Havanna auf und begeistern das Publikum mit Son und Jazz. Mit Auftritten in New York und Paris gelingt dem Frauenorchester der internationale Durchbruch. Alicia Castro, Saxophonistin, Bassistin und spätere Leiterin des Orchesters, blickt zurück auf ihr bewegtes Leben. Mitreißend erzählt sie von Erfolgen und Tiefschlägen, Verehrern, der Liebe und ihrem Kuba. Ein Buch voller Musik.

„Anacaona“ ist sicher ein ganz interessantes Buch, aber mitreißend erzählt ist es nicht. Wie schon Walli Nagel in „Das darfst du nicht!“, erzählt auch Alicia Castro wie eben alte Damen erzählen: Sie spricht über Leute und Situationen, als ob man selbst dabei gewesen wäre und sich mit ihr zusammen an sie erinnern würde. Daß man viele und vieles davon aber gar nicht kennt und somit auch nicht nachvollziehen oder nachempfinden kann, langweilt man sich an einigen Stellen eben.

Anacaona weiterlesen