Rio Grande

Rio Grande von John Ford
Rio Grande von John Ford

Kirby Yorke (Wayne) ist Kavallerieoffizier in einem texanischen Fort. Seit 15 Jahren lebt er von seiner Frau Kathleen und Sohn Jeff getrennt. Überraschend wird Jeff seinem Kommando unterstellt. Yorke behandelt ihn wie alle anderen Soldaten – ohne jedes Zeichen von Liebe oder Zuneigung. Auch Kathleen kommt in das Fort. Sie möchte Jeffs Entlassung aus dem Militärdienst erreichen. Da greifen die Apachen das Fort an. Yorke beauftragt seinen Sohn, Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen. Der Offizier will die Überfälle der Apachen endgültig eindämmen. Aber die Indianer ziehen sich nach ihren Raubzügen immer ins sichere Mexiko zurück. Yorke sieht nur einen Ausweg: In einer gefährlichen Mission überquert er mit seinem Trupp unter Mißachtung der Vorschriften den Grenzfluß Rio Grande …

„Rio Grande“ ist ein ganz großartiger Western, auch wenn er mit „echten“ Cowboys nichts zu tun hat. Trotzdem ist John Waynes Kavallerieoffizier ein ganz klassischer „lonesome cowboy“ im besten Sinne des Wortes. Er ist einsam, ein harter Mann, gnadenlos auch gegen sich selbst.

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Der Seewolf

Der Seewolf von Jack London
Der Seewolf von Jack London

Kapitän Wolf Larsen führt an Bord seines Robbenschoners „Ghost“ ein grausames Regiment. Seine übermenschliche Stärke und sein überragend gebildeter Verstand lassen nur eines gelten: Das Recht des Stärkeren. Der verweichtliche Schriftsteller Humphrey van Weyden, den Larsen als Schiffbrüchigen auffischt und als Küchenjungen einstellt, ist von dem „Seewolf“ gleichermaßen fasziniert und entsetzt. Zwei Welten prallen aufeinander und buhlen um die Gunst einer jungen Frau …

Ich mag die Bücher von Jack London mindestens genauso sehr wie ich den Schauspieler Ben Becker schätze. Im Hörbuch zu „Der Seewolf“ kommt beides zusammen und daraus sollte sich eigentlich eine geniale Mischung ergeben.

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In 80 Tagen um die Welt

In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne
In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne

Phileas Fogg schließt mit den Mitgliedern seines vornehmen Londoner Club eine abenteuerliche Wette: In 80 Tagen will er um die Welt reisen! Ein riskantes Unternehmen, vor allem, weil er dabei sein gesamtes Vermögen aufs Spiel setzt- Mit seinem Diener Passepartout begibt er sich auf Weltreise, per Schiff, mit der Eisenbahn, aber auch auf dem Elefantenrücken. Sie retten in Indien der jungen Witwe Auda das Leben, kämpfen in Amerika gegen Indianer und müssen viele Gefahren meistern. Und dann ist da auch noch der Londoner Detektiv, Mister Fix. Er verfolgt Phileas Fogg hartnäckig, weil er ihn für einen raffinierten Bankräuber hält. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Jules Verne, einer der Wegbereiter des modernen utopischen Romans, hat mit „In 80 Tagen um die Welt“ eines seiner spannendsten und vielseitigsten Bücher geschrieben.

Ich liebe Jules Verne! Schon immer habe ich seine Bücher verschlungen, und wahrscheinlich ist er „schuld“ an meinem Steampunk-Fimmel. Aber er schafft es auch einfach ganz genial, Science Fiction, spannende Geschichten, tolle Charaktere und Humor zu verbinden.

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Mit brennender Geduld

Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta
Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta

Skármetas Roman ist eine poetische Evokation, eine Hommage an den größten chilenischen Dichter unseres Jahrhunderts, Pablo Neruda, ein Stück zärtliche Erinnerung eines im deutschen Exil lebenden Schriftstellers an sein Land und sein Volk.

„Mit brennender Geduld“ erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Briefträger Mario Jiménez, dem Sohn eines Fischers in Isla Negra, und Pablo Neruda, dem Dichter. Mit Hilfe eines Gedichts, das Mario dem väterlichen Freund abringt, gewinnt er das Herz seiner Angebeteten: Die Macht des Wortes, die treffende Metapher, die Poesie wirkz Wunder. Als Neruda von der Regierung Allende als Botschafter nach Paris entsandt wird, vergißt er seinen Briefträger nicht. Er schreibt ihm, und dafür schickt ihm Mario auf Tonband die Glockentöne, das Meeresrauschen, die Laute der Tiere und Menschen ins ferne Freankreich. Todkrank kehrt der Dichter nach Chile zurück. Dann kommt der Putsch – und danach wird es dunkel: Neruda stirbt, Mario wird abgeholt, er und sein Volk haben – zunächst – ihren Kampf um Freiheit, Demokratie und Poesie verloren. Was bleibt, ist die Hoffnung auf die Erfüllung der Visionen Nerudas.

Schon bei „Der Dieb und die Tänzerin“ ist mir aufgefallen, daß Antonio Skármeta einen sehr lebendigen, prallen, ja deftigen Stil hat. Auch in „Mit brennender Geduld“ greift er ordentlich in die Vollen: Erotik, Sex, anzügliche Sprüche und sonstige „Nettigkeiten“ wo man auch hinsieht. Vor allem Marios Schwiegermutter ist immer wieder für eine spitze Bemerkung gut.

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