Indien

Indien von Paul Harather
Indien von Paul Harather

Heinzi Bösel (Josef Hader), ein kleinbürgerlicher Widerling und Kurt Fellner (Alfred Dorfer), ein vom Yuppie-Zeitgeist gestreifter Streber, reisen als Inspektoren des Gast- und Hotelgewerbes durch die Provinz. Aus der anfänglichen Feindseligkeit entsteht eine Freundschaft, die am Schluß sogar der Intensivstation standhält.

„Indien“ ist ein wirklich sehr sehr österreichischer Film. Und auf der anderen Seite … so gar nicht. Er ist schräg, megaseltsam und ganz sicher nicht für jeden geeignet. Im Prinzip geht es nur um diese beiden Looser-Typen, die sich miteinander unterhalten oder sich (öfter) gegenseitig auf den Sack gehen und sich streiten. Dabei entstehen Szenen, die man lange im Gedächtnis behält, wie die eine in der Indien-Liebhaber Kurt Fellner zu indischer Musik bei Sonnenuntergang mitten in der österreichischen Pampa tanzt.

Klingt erst einmal so gar nicht österreichisch, denn man hat hier in Deutschland von unserem Nachbarland eher das Bild von Opernball und Bergsteigern. Wenn man aber z.B. im Berufsleben mit Österreichern zu tun hat, so wie ich, entdeckt man in diesem Film viele ungeheuer typische Themen und Verhaltensweisen. Und das macht „Indien“ wirklich wirklich witzig. Selbst in seinen tragischen Momenten.

Ich mag den Film, aber ich bin nicht sicher, ob er vielen Leuten gefallen wird. Denn er ist schon sehr sehr speziell.