Wolfsblut

Wolfsblut von Jack London

Wolfsblut von Jack London

Unter dem Schutz seiner Mutter wächst der Welpe Wolfsblut – halb Hund, halb Wolf – in der kanadischen Wildnis auf, bis er von Indianern eingefangen und gezähmt wird.

Aber dann verkauft ihn sein Besitzer an einen brutalen und skrupellosen Weißen, der Wolfsblut für Hundekämpfe abrichtet. Wolfsblut lernt nun die Menschen von ihrer grausamsten Seite kennen und wird zum gnadenlosen Kampfhund. Bis er einen neuen Herren findet, der ihm Verständnis und Zuneigung entgegenbringt …

Jack London, dessen realistische Abenteuerromane seit Generationen zahllose Leser in ihren Bann ziehen, hat einen mitreißenden Tierroman geschrieben, der seinesgleichen sucht.

Mit Jack London konnte ich noch nie allzuviel anfangen, und auch sein „Wolfsblut“ hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen. Zum einen geht es mir mit dem Buch ein wenig wie mit „Black Beauty“: Ich kann mit Hunden nicht so viel anfangen (bin ein Katzen-Mensch) und eine Geschichte, die sich hauptsächlich um Hunde dreht, finde ich einfach nicht sonderlich spannend.

Zum anderen ist mir nie so recht klar geworden, was der Autor mit seinem Buch eigentlich bezweckt. Für eine Abenteuergeschichte ist es irgendwie nicht abenteuerlich genug. Und um ein Plädoyer gegen die Quälerei von Hunden zu sein (wie ja „Black Beauty“ im Bezug auf Pferde), ist es nicht offensichtlich genug. So plätschert die Handlung dahin, und zumindest mir war es irgendwie auch egal wie sie ausgeht.

Das einzige, das man London zugute halten kann ist die Tatsache, daß er wirklich weiß, wovon er spricht. Wenn man die Stationen seiner Lebensgeschichte durchliest, dann sieht man gleich, daß er wirklich DA war und alles gesehen hat, wovon er schreibt. Das macht das Buch nicht besser, aber zumindest ist es eine authentische Abbildung damaliger Lebensrealität. Und das ist doch auch schon was …

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