Belle de jour

Belle de jour von Luis Buñuel

Belle de jour von Luis Buñuel

Séverine, die sehr zurückhaltende Frau von Pierre, wird von masochistischen Phantasien heimgesucht, die ihre sexuelle Frustration erkennen lassen. Von Neugier getrieben besucht sie heimlich ein Bordell und wird zur „Belle de Jour“, das dritte Mädchen in Madame Anaïs‘ diskretem Etablissement. Durch die Befriedigung der Wünsche ihrer Klienten scheint sie ihren inneren Frieden gefunden zu haben bis Marcel, ein regelmäßiger Besucher des Bordells, Séverine ganz für sich allein haben will …

Vielleicht braucht man einen Spanier, um einen guten französischen Film zu machen … Denn „Belle de jour“ von Luis Buñuel ist genau das, was man von einem intelligenten, anspruchsvollen, französischen Film erwartet. Er zeichnet seine Charaktere mit leichter Hand und doch sehr tief. Er provoziert (unter anderem mit den masochistischen Phantasien Séverines) und konfrontiert den Zuschauer mit seinen eigenen Wünschen.

Natürlich wird viel gesprochen, viel geschwiegen und viel bedeutungsvoll geschaut. Einige der Dialoge sind allzu künstlich und bedeutungsschwanger. Aber trotzdem bleibt der Film immer interessant. Gespannt verfolgt man Séverines Weg zur Selbstbefreiung. Und dann doch (unweigerlich) in den Abgrund.

Wirklich nicht schlecht.

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