Verirrte Seelen

Verirrte Seelen von João Aguiar

Verirrte Seelen von João Aguiar

Der eine, Zé da Pinta, wäre so gerne Herr der Wolken. Der andere, Goncalo Nuno, ist froh, daß er endlich – im hohen Rentenalter – Herr über sich selbst ist. Keiner von beiden – weder der wissensdurstige Alte noch der spintisierende Junge – hätte je daran geglaubt, eines Tages Werwölfe zu orten, verwunschene Maurinnen zu befreien und anderen verirrten Seelen den Weg zu weisen.

Die Klagen von Henan von Antonio Gómez Rufo

Eine Buchreihe mit ...

Wieder einmal trifft es der Klappentext nicht ganz. Denn Goncalo Nuno versucht verzweifelt frei zu bleiben, obwohl seine Söhne ihn gerne in ein Altenheim stecken würden, und Zé da Pinta erfährt erst von dem alten Herren, daß es Geschichten über Gewitterlinge, die Herren der Gewitter(-wolken), gibt. „Verirrte Seelen“ ist vor allem eine Geschichte über zwei Außenseiter, die mit der Gesellschaft nicht (mehr) zurechtkommen und sich deshalb zusammen tun.

Die Tränen Luzifers von Rosa Lobato de Faria

... ganz wunderbaren Covern!

João Aguiar läßt seinen Leser in dieser charmanten Erzählung dabei bis zum Schluß darüber im Unklaren, ob es das Übernatürliche wirklich gibt, oder ob es nur dem Wunsch seiner beiden Charaktere entspringt, in einer anderen, besseren weil unmoderneren Welt zu leben. Wobei selbst Goncalo Nuno eigentlich nicht an die Sagen und Märchen glaubt, die er Zé da Pinta erzählt, ja sich manchmal Sorgen macht, was er bei dem Jungen damit auslöst. Ein wirklich süßes und melancholisches Buch!

Eine Warnung sollte ich hier aber aussprechen: Das Ende der Geschichte ist ziemlich ekelig und blutig!

Bittersüße Schokolade

Bittersüße Schokolade

Warum ich dieses Buch übrigens eigentlich gekauft habe, war der selbe Grund, warum ich auch „Die Klagen von Henan“ und „Die Tränen Luzifers“ aus der Wühlkiste gezogen habe: das wahnsinnig tolle Cover! Ullstein hat da wohl eine Reihe herausgegeben, in der spanisch- und portugisischsprachige Autoren erschienen sind.

Neben den dreien habe ich bei einer Internetsuche noch „Bittersüße Schokolade“ (das ich ja auch schon gelesen habe, allerdings in einer anderen Ausgabe), „Der Irrtum des Mondes“, „Die Hüter des Vulkan“ und „Das Martyrium des San Manuel“ entdeckt. Wenn jemand noch ein Buch kennt, daß in der Reihe erschienen ist, möge er es mir bitte mitteilen. Denn sie sind wirklich wunder-wunderschön (und bislang auch alle sehr gut).

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