Till Eulenspiegel

Till Eulenspiegel von Gisela Geisler

Till Eulenspiegel von Gisela Geisler

Till Eulenspiegel zieht von Ort zu Ort, und überall hält er die Leute zum Narren. In Braunschweig backt er Eulen und Meerkatzen statt Brötchen, in Erfurt lehrt er einen Esel lesen und in Leipzig führt er die Kürschner mit einer Hasenkatze hinters Licht.

Der Wortwitz und der hintergründige Humor von Eulenspiegel sind mittlerweile legendär. Seine Streiche spielt er mit Vorliebe den Reichen und Mächtigen, aber auch Heuchler, Aufschneider und Betrüger werden von ihm bloßgestellt.

Kein Wunder, daß diese Geschichten nicht nur Erwachsene zum Lachen bringen. Auch Kinder mögen den Schalk Eulenspiegel, weil er die Dinge beim Namen nennt und sich von den Großen nicht alles gefallen läßt. So ist Eulenspiegel, dessen Streiche erstmals vor 500 Jahren aufgezeichnet wurden, eine der berühmtesten Figuren der deutschen Literatur geworden.

Eigentlich mag ich die Geschichten um „Till Eulenspiegel“. Allerdings haben sie mir in dieser geballten Form nicht so recht Spaß gemacht.

Wenn man so alle Till Eulenspiegel Geschichten auf einmal liest, merkt man vor allem zwei Dinge. Zum einen wie unfair Eulenspiegel ist. Denn er hält nicht nur den aufgeblasenen, selbstgerechten und gierigen Bürgern den Spiegel vor, wie das sein Name ja impliziert. Nein, er spielt manche seiner Streiche auch völlig unmotiviert braven und armen Leuten.

Zum anderen wiederholt sich nach einiger Zeit vieles. Im Grunde sind es drei oder vier „Grundstreiche“, die Eulenspiegel immer und immer wieder den Leuten spielt. Der Beruf des Ausgetricksten, die Örtlichkeiten und die genauen Umstände ändern sich, aber die Themen bleiben ziemlich gleich.

Mit anderen Worten: Ab und zu eine Till Eulenspiegel Geschichte zu lesen ist toll und wirklich witzig. Aber in geballter Form alle hintereinander … das muß nicht sein!

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