Pinocchio

Pinocchio von Carlo Collodi

Pinocchio von Carlo Collodi

Aus einem Stück Holz schnitzt der alte Geppetto eine Puppe und gibt ihr den Namen Pinocchio. Doch kaum hat er sein Werkzeug weggelegt, erwacht die Holzpuppe zum Leben – und schon ist sie zur Haustür hinaus.

Pinocchio bringt sich mit seinen Streichen fast um Kopf und Kragen. Er erlebt haarsträubende Abenteuer und macht – wie jedes Kind – seine eigenen Erfahrungen, bis aus ihm schließlich ein richtiger Junge wird.

Mit Pinocchios Abenteuern haben Generationen von Kindern mitgefiebert. Sie gehören zu den zauberhaftesten Geschichten der Kinderliteratur.

Carlo Collodi macht in seinem „Pinocchio“ zwar eigentlich genau das, was ich an Geschichten für Kinder so gar nicht mag: Er hat eine Agenda, eine Moral, und er scheut sich nicht, sie offen zu zeigen. Manchmal tut er das sogar so offensichtlich, daß zum Beispiel faule und Schule schwänzende Jungen sich buchstäblich in Esel verwandeln.

Das verzeiht man ihm aber irgendwie, weil seine Geschichte einfach so süß und witzig ist. Pinocchio ist ein so wunderbarer Luftikus, er ist so großartig stinkfaul und so ungeheuer einfach von seinen guten Vorsätzen abzulenken, dabei aber gleichzeitig so liebenswürdig und gutherzig, daß es eine reine Freude ist. Collodis Humor erinnert oft an die Commedia dell’arte (ohne ihre Vulgarität natürlich) oder an Slapstick. Sein Buch ist heiter und komisch im besten Sinne des Wortes, es macht einfach gute Laune. Ich lese es immer wieder gerne.

Ach, übrigens … „Pinocchio“ wurde, wie so viele andere berühmte Romane, zunächst als Fortsetzungsroman in einer Zeitung veröffentlicht. Dadurch hat das Buch angenehm kurze Kapitel und liest sich gut auch zwischendurch oder parallel zu einem anderen Buch.

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