Verfolgt

Verfolgt von Raoul Walsh

Verfolgt von Raoul Walsh

Nach dem Tod seiner Eltern wächst Jeb Rand (Robert Mitchum) mit dem Geschwisterpaar Thorley (Teresa Wright) und Adam Callum auf. Unerklärliche Albträume quälen Jeb, die eng mit einem dunklen Geheimnis seiner Kindheit verknüpft sind. Als junger Mann zieht er in den spanisch-amerikanischen Krieg und kehrt als Held zurück. Während sich die hübsche Thorley in den starken, charakterfesten Jeb verliebt, wird Adams Hass auf den Zurückgekehrten, der einmal sein Erbe mit ihm teilen wird, größer und größer. Doch ein tödlicher Zwischenfall verwandelt Thorleys Gefühle in Hass, und Jeb wird vom Geliebten zum Gejagten…

Robert Mitchums Präsenz garantiert eigentlich schon, daß „Verfolgt“ kein 08/15-Western werden kann. Dazu ist der Mann einfach zu düster, zu wenig typisch-heldenhaft. Und dieses düstere Charisma wird hier noch (wie schon bei „Die Nacht des Jägers“) durch entsprechende, einfach großartige Schwarz-Weiß-Bilder unterstützt. Dabei ist er diesmal wirklich der Held des Films und nicht der Bösewicht.

Raoul Walsh hat hier einen Film geschaffen, den man wohl mit Fug und Recht als „Western noir“ bezeichnen kann, vereint er doch das klassische Setting des Western mit Stilelementen des Film noir. Die Geschichte, die er erzählt, ist für heutige Verhältnisse nicht sehr aufregend und auch recht vorhersehbar. Die Form, in der er seine Geschichte erzählt, ist es, die diesen Film grandios machen.

Ich zumindest kann ihn immer wieder anschauen.

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