Das steinerne Herz

Das steinerne Herz von Arno Schmidt
Das steinerne Herz von Arno Schmidt

Walter Eggers fährt auf der Suche nach dem Nachlaß des hannoveranischen Statistikers Curt Heinrich Conrad Friedrich Jansen nach Ahlden und mietet sich bei Frieda Thumann, einer Enkelin Jansens, und ihrem Mann Karl, einem Lastwagenfahrer, ein. Auf dem Dachboden des Hauses gibt es eine viel versprechende Bücherkiste. Eggers beginnt mit Frieda ein Liebesverhältnis, doch Frieda rückt nur Stück für Stück mit den begehrten Jansen-Schätzen heraus: „… da stand sie; nackt; meine Staatshandbücher unter dem Arm (so daß die linke Brust zum Teil drauflag: auf dem kalkblauen Jahrgang 1843!!): oben ein kaltes Lächeln, unten Pantoffeln.“ Eggers fährt mit Karl nach Berlin, der in Ost-Berlin eine Freundin, Line Hübner, hat. Am nächsten Morgen nehmen sie Line mit einem ergaunerten Reisepaß mit nach Ahlden. Nachdem Eggers die Bücher ergattert hat, plant er seinen Abgang aus dem Thumann-Haus. Doch da wird in einer Zwischendecke des Hauses ein Goldschatz entdeckt. Die Münzen werden in Hannover an einen Sammler verkauft. Eggers muß sich nun entscheiden …

Arno Schmidt verwendet in „Das steinerne Herz“ eine völlig andere Sprach- und Romanform. Sein Roman ist abschnittsweise gegliedert und wird immer von einigen kursiv geschriebenen Worten eingeleitet. Der Text selbst ist völlig experimentell und sprunghaft geschrieben, totale Innensicht.

Eigentlich mag ich das, aber hier hat es mich nach einiger Zeit gestört. Warum? Ich weiß nicht so recht. Vielleicht weil die Geschichte selbst so banal ist. Denn viel mehr als im Klappentext geschrieben passiert tatsächlich nicht. Die Sprache ist also nicht experimentell als Ausdrucksform und Spiegel des Inhalts wie zum Beispiel in „Pong“. Sondern es ist experimentell um des Experiments willen. Und irgendwie wird das mit der Zeit langweilig.