Badlands

Badlands von Terrence Malick
Badlands von Terrence Malick

1959: Der rebellische Kit (Martin Sheen) und seine neue Freundin Holly (Sissy Spacek), eine behütete Bürgerstochter, erschießen Hollys Vater, der gegen ihre Beziehung war, und fliehen. Auf ihrer Flucht vor der Polizei ziehen sie eine blutige Spur quer durch South Dakota und Montana – ihren Illusionen von Vergehen und Vergeltung ausgeliefert. Doch lange können sie ihr vermeintliches Idyll nicht aufrecht erhalten – ihre Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen, und auch ihre junge Liebe droht zu zerbrechen.

Terrence Malick hat mit „Badlands“ einen wirklich eindrucksvollen Film geschaffen. Die Wucht der Bilder, die Verletzlichkeit der beiden Hauptcharaktere, die poetische Erzählstimme von Holly … einfach toll!

Dabei schafft es der Regisseur, Kit und Holly ungeheuer sympathisch zu zeichnen, und gleichzeitig absolut keine vordergründige Erklärung für ihr Verhalten zu bieten. Die Eskalation der Gewalt passiert ohne Vorwarnung und fast beiläufig. Auch Reue kann man kaum beobachten, höchstens in Hollys Voice-over wird sie erwähnt. Stattdessen sehen wir idyllische Bilder des Paares, das sich in der Wildnis versteckt. Man muß schon sehr genau hinsehen, um unter diesen Bildern die subtilen Anzeichen für eine Veränderung in ihrer Beziehung zu erkennen.

Ohne Frage ein Meisterwerk, das lange in Erinnerung bleibt. Ich muß mir unbedingt auch die beiden anderen Filme ansehen, die Terrence Malick (in seiner gesamten Karriere!) gemacht hat.

Schade übrigens, daß die SZ sich dazu entschlossen hat, Sissy Spacek in schwarz-weiß auf dem Cover abzubilden. Der Film ist in Farbe und sie ist ein großartiger Charakterkopf mit ihren Sommersprossen und den roten Haaren. Aber sie entspricht eben nicht den traditionellen Hollywood-Schönheitsidealen, und vielleicht dachte man, sie wäre in schwarz-weiß irgendwie hübscher. Finde ich reichlich doof.