Baghdad Burning

Baghdad Burning von Riverbend
Baghdad Burning von Riverbend

In August 2003 a young Iraqi blogger began reporting her experience as a civilian observer in Baghdad. Calling herself Riverbend, she has offered searing eyewitness accounts of daily life in the war zone and has garnered a worldwide audience hungry for unfiltered news and fresh analysis.

Riverbend’s blog, Baghdad Burning, collected here for the first time, responds to events both personal and political – from the impact on her family of the invasion’s aftermath to the Abu Ghraib prison abuses. She reveals for us most sharply the fate of Iraqi women, whose rights and freedoms are falling victim to rising fundamentalisms.

Describing the reality of regime change in Iraq in a voice at turns outraged, witty, and deeply moving, Riverbend is a vital witness to the recent events that are shaping the future of her homeland.

„Baghdad Burning“ ist ein bewegendes Zeitdokument, das in seiner Relevanz meiner Meinung nach durchaus mit dem Tagebuch der Anne Frank mithalten kann. Riverbend bloggt direkt aus dem besetzen Irak und oft hat man den Eindruck, hier die einzige echte Kriegsberichterstattung zu bekommen, die es in diesem Krieg gab. Vor allem, wenn man ihren Bericht mit dem dieser „embedded jounalists“ vergleicht, die in Begleitung der US-Army unterwegs waren.

Riverbend vermittelt eindringlich ihre Beobachtungen und Ängste und das mit scharfer Ironie und einem Humor, der einfach bewunderswert ist. Gleichzeitig schreibt sie auch über ihren Alltag, über Bräuche und Freundschaften, die auch während der Besatzung und dem sich immer weiter ausbreitenden Chaos aufrecht erhalten werden. Ein wenig Normalität in einer immer unnormaler werdenden Welt.

So lernt man nicht nur viel über den Irak, sondern auch über die Veränderungen, die sich in der Gesellschaft vollziehen. Immer wieder berichtet Riverbend dabei von zunehmender Radikalisierung, von einer Spaltung der Gesellschaft, die es vor der Besatzung nicht gegeben hat. Und immer wieder stellt sich dabei die Frage, von was die Amerikaner die irakische Bevölkerung da eigentlich befreit haben.

Sehr gut an dieser Zusammenfassung des Blogs in Buchform ist, daß man hier nicht nur intensiver noch einmal lesen kann (ich persönlich lese lange Texte nicht gerne auf dem Bildschirm), sondern auch, daß in regelmäßigen Abständen den Blog-Texten eine Erklärung von James Ridgeway zu den politischen Entwicklungen des nachfolgenden Zeitraums gegeben wird. Es sind ja mittlerweile wieder fast fünf Jahre her seit dem zweiten Irakkrieg und so einige Namen und Ereignisse sind zumindest mir längst schon wieder entfallen. Ohne Ridgeways Texte hätte ich Schwierigkeiten, einigen von Riverbends Einträgen zu folgen.

Mittlerweile ist auch eine Fortsetzung des Buches erschienen, mit den nächsten Texten aus Riverbends Blog. Denn das Blog „Baghdad Burning“ ist immer noch online und wird fortgeführt.