Uhrwerk Orange

Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick
Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick

Randale, Krawall machen, klauen, grölen, steppen und vergewaltigen: Alex (Malcolm Mc Dowell), rabiater Anführer der Teddy-Boys und Melonenträger, hat so seine eigene Auffassung davon, was Spaß macht. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste anderer. Alex‘ Odyssee vom amoralischen Punk zum per Gehirnwäsche angepaßten Musterbürger bildet den Spannungsbogen in Stanley Kubricks verstörender Zukunftsvision nach dem Roman von Anthony Burgess.

„Uhrwerk Orange“ ist eine kongeniale Verfilmung von Anthony Burgess‘ bekanntestem Werk. Stanley Kubrick schafft es, diese Geschichte in Bilder zu fassen, die man nicht so leicht vergessen wird. Tatsächlich hat sein Film bei Erscheinen ein wirklich phänomenales Echo hervorgerufen, wie man z.B. bei Wikipedia nachlesen kann. Und die Einflüsse des Films auf Kunst und Popkultur sind bis heute zu spüren.

Das beginnt schon bei der durchweg gelungenen Ausstattung, die so verspielt wie schräg ist und die Atmosphäre des Buches punktgenau trifft, auch wenn sie in einigen Punkten durchaus weit von Burgess‘ Beschreibungen abweicht. Die Schauspieler sind durch die Bank großartig, allen voran Malcom McDowell als Alex. Aber das i-Tüpfelchen ist die Musik! Klassische Klänge zu Gewaltorgien … so verstörend wie genial (und natürlich absolut im Geist der Romanvorlage).

Es empfiehlt sich übrigens, den Film im Englischen Original zu sehen. Die Stimmen sind einfach viel besser als im Deutschen und auch das Nadsat, Burgess‘ eigens für den Roman entwickelte Kunstsprache, kommt deutlicher zum Vorschein.