Jackie Brown

Jackie Brown von Quentin Tarantino
Jackie Brown von Quentin Tarantino

Mit Schwarzgeld wird Jackie Brown am Flughafen gestellt. Das FBI wittert die große Chance, durch Jackies Aussage einen Schmugglerring auszuheben. Die Cops sind bereit, Jackie laufen zu lassen, wenn sie den Namen ihres Auftragsgeber preisgibt. Die Entscheidung fällt ihr schwer, denn Ordell Robbie, ihr Boß und Drahtzieher der dubiosen Waffen-Schmuggel-Geschäfte, würde sie umbringen, wenn er Wind von einem Deal mit dem FBI Bekäme. Bevor sie sich entscheiden kann, kommt alles ganz anders: Sie lernt den Kautionsvermittler Max Cherry kennen. Die beiden schmieden einen Plan, und plötzlich hat Jackie die Idee, wie es ihr gelingen könnte Ordell gegen die Polizei auszuspielen …

Ich bin ein großer Fan von Quentin Tarantino. Seine Filme haben einfach alles, was ich von einem guten Film erwarte: knallharte Action, intelligente Dialoge, obskure Anspielungen, geniale Soundtracks und dazu eine großartige Optik und punktgenaues Timing. Immer wieder ein Fest!

„Jackie Brown“ ist für einen Tarantino-Film fast schon bedächtig und ruhig. Er entwickelt sich langsam (allein die Auftaktszene ist ewig) und läßt sich Zeit für seine Charaktere. Und was für wunderbare Charaktere das wieder einmal sind! Samuel L. Jackson als großspuriger Waffenhändler und Robert De Niro als frisch entlassener Sträfling sind ganz großartig heruntergekommen und trotz allen Selbstbewußtseins einfach nur noch schäbig. Und das ist auch eines der großen Themen des Films: Leben, die nicht so gelaufen sind, wie die Leute sich das vorgestellt haben.

Großartig aber vor allem Pam Grier als die Titelheldin und der anfangs so unscheinbare Robert Foster als Kautionsmakler. Auch sie sind nicht unbedingt dort angekommen, wo sie hin wollten. Auch sie werden alt und müssen sich dennoch immer noch Gedanken zu ihrem Einkommen machen, haben keine Sicherheit und keine Familie. Aber diese beiden ergreifen ihre Chance und ziehen einen Trickbetrug durch, der so herrlich inszeniert ist, daß der Film es schon allein deshalb verdient hat zu einem Klassiker zu werden.