Das süße Leben

Das süße Leben von Federico Fellini
Das süße Leben von Federico Fellini

Ein römischer Klatschjournalist mit Schriftstellerambitionen beginnt seine Jagd nach den „süßen“ Geheimnissen der Prominenz auf der Via Veneto mit seinen exklusiven Nachtclubs und Cafes, in denen das nächtliche Leben pulsiert. Bei seinen alltäglichen Streifzügen durch das Milieu des italienischen Jetset lernt er zum Leidwesen seiner ihn penetrant bemutternden Verlobten eine Reihe faszinierender Frauen kennen. Als ein enger Freund, der aufgrund seiner soliden Lebensweise als Vorbild galt, sich das Leben nimmt, entpuppt sich das von Marcello angestrebte Leben in Reichtum und Glamour als eine Welt des Scheins und der Vergänglichkeit.

Was soll man über diesen Film sagen, was nicht schon darüber gesagt wurde? „Das süße Leben“ ist sicher ein Klassiker, den man einmal gesehen haben sollte. Ansonsten …

Der Film hat gute Ansätze und einige ganz wunderbare Szenen. Dabei gefallen mir vor allem die stilleren Stellen, zum Beispiel die Szenen zwischen Marcello und seinem Vater. Aber eigentlich bin ich kein sehr großer Fan des Streifens.

Dabei habe ich keinerlei Probleme damit, daß „Das süße Leben“ keine durchgehende Handlung hat, sondern quasi ein Episodenfilm ist. Lediglich der Journalist Marcello hält durch seine Anwesenheit alle Szenen zusammen. Ich MAG experimentelle Filme, das wäre ein Plus für mich gewesen. Aber alles in allem ist der Streifen einfach viel zu lang. Vor allem, wenn man bedenkt, daß die Art von Dekadenz, die hier portraitiert wird, 1960 vielleicht skandalös war, heute aber schon im Nachmittagsprogramm zu sehen ist.