Bora Bora

Bora Bora von Alberto Vázquez-Figueroa

Bora Bora von Alberto Vázquez-Figueroa

Tapú Tetanúi, ein junger Bewohner der Südseeinsel Bora Bora, steht kurz vor seiner Aufnahme in die Gemeinschaft der Männer, als seine Heimat von Kannibalen überfallen wird. Die Angreifer töten den König von Bora Bora und entführen seine Tochter und Thronerbin Anuanúa. Da bauen die Insulaner einen großen Katamaran, dessen Besatzung Anuanúa zurückholen soll. Die Expedition, der auch Tapú angehört, ist eine Fahrt ins Ungewisse, Abenteuerliche, Gefahrvolle …

„Bora Bora“ ist ein schnell zu lesender Abenteuerroman, der seinen Leser tief in die exotische Welt der Südsee hineinzieht. Alberto Vázquez-Figueroa schafft es wirklich gut, den Blickpunkt der Südseebewohner einzunehmen, die noch nie mit der westlichen Zivilisation in Berührung gekommen sind. Das heißt, einmal kommt die Männer und Frauen des großen Katamarans, der Marara, doch mit Weißen in Kontakt, mit Schiffbrüchigen … und wundern sich, wie unsauber diese seltsamen Menschen doch sind.

Ja, durch das ganze Buch zieht sich der große Respekt, den Vázquez-Figueroa vor der alten Kultur der Südseebewohner hat. Ihr großes Wissen über die Sterne, die Seefahrt, ihr freundlicher und respektvoller Umgang miteinander, die ungezwungene und gleichzeitig würdevolle Art, wie sie mit Sexualität umgehen, großartig!

Dabei schafft es der Autor auch noch, eine spannende Geschichte zu erzählen. Die raffinierte Art, wie Tapú Tetanúi einen Platz für sich und seine beiden Freunde auf der Marara zu ergattert, weil die drei damit die schöne Maiana beeindrucken wollen, die spannende Verfolgung und die Tricks und Kniffe des großen Seefahrers Miti Matái (für mich die beste Figur des Buches) sind wirklich sehr unterhaltsam zu lesen. Schade nur, daß man nicht erfährt, welchen der drei Freunde Maiana am Ende erwählt.

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