Gefährliche Riten

Gefährliche Riten von Alicia Giménez-Bartlett

Gefährliche Riten von Alicia Giménez-Bartlett

Petra Delicado – Anwältin, frische geschieden – fristet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Polizeiarchiv ein eher unspektakuläres Dasein. Doch plötzlich wendet sich das Blatt, und schneller, als ihr lieb ist, leitet sie die Ermittlungen in einem spektakulärem Fall: Ein Vergewaltiger treibt in den Straßen Barcelonas sein Unwesen. Sein Kennzeichen: ein mysteriöses Mal in Form einer Blume, das er bei allen Opfern hinterläßt. Ein komplizierter Fall und ein nicht minder komplizierter Kollege fordern die Inspectora heraus. Denn Subinspector Fermín Garzón ist nicht nur neu in Barcelona – für den Dickschädel aus der Provinz sind auch die ganz eigenen Methoden seiner forschen Chefin neu.

Krimis sind nicht so mein Ding (wenn man mal von Agatha Christies Werken absieht), spanische Autoren dagegen sehr, insofern war ich ziemlich gespannt, ob mir „Gefährliche Riten“ gefallen würde. Um es kurz zu machen: Nein, es gefällt mir nicht.

Das fängt schon damit an, daß Alicia Giménez-Bartlett aus der Ich-Perspektive erzählt. Ich mag das nicht. Ein Schriftsteller muß schon sehr gut sein oder einen autobiographischen Roman schreiben, damit ich das durchgehen lasse. Und Giménez-Bartlett ist leider nicht sonderlich gut was Schriftstellerei angeht.

Dann dieser Kriminalfall, der wirklich nicht sonderlich spannend ist. Die Kriminalarbeit bezüglich der Vergewaltigungen ist mehr als dürftig. Aber spätestens wenn der erste Mord passiert ist die Lösung so offensichtlich, daß es offensichtlicher einfach nicht geht. Wie kann man da nicht drauf kommen sondern einfach immer weiter im Trüben herumstochern? Ich hoffe, die echte spanische Polizei hat etwas fähigere Mitarbeiter!

Und dann diese Kommissarin … Petra Delicado ist wahrscheinlich mit Abstand die bescheuertste und nervigste Hauptfigur in einem Krimi, die mir jemals untergekommen ist. Daß es ausgerechnet ihre Ich-Perspektive ist, aus der erzählt wird, macht die Sache nicht besser. Diese frustrierte Mittvierzigerin, die sich benimmt wie eine 12jährige … zum Kotzen! Jeder andere Charakter in dem Buch ist wesentlich sympathischer als die Tante! Das Schlimmste aber ist, daß ihr Verhalten auch noch als emanzipiert und fortschrittlich dargestellt wird. Hier eine kleine Durchsage aus der Wirklichkeit: Sich wie die Axt im Wald benehmen und Männer wie Scheiße zu behandeln hat mit Emanzipation nichts zu tun sondern einfach mit einem schlechten Charakter und schlechter Erziehung!

Weitere Bücher mit Petra Delicado werde ich mir garantiert nicht antun!

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: