Ein Wunder am Ende der Welt

Ein Wunder am Ende der Welt von Pino Cacucci

Ein Wunder am Ende der Welt von Pino Cacucci

Wenn Christoph Daum das gewußt hätte: Fußball in der mexikanischen Pampa mit ganz speziellen Ingredienzen …

Was hat es mit dem weißen „Dünger“ auf sich, den Don Álvaro laut Dorfbeschluß für die Fußballfeld-Markierung rausrücken muß? Erst schießt ein lahmer Stürmer 16 Tore, nachdem er das Zeug bei einem Sturz eingeatmet hat, und dann tauchen lauter dubiose Gestalten in San Isidro auf …

„Ein Wunder am Ende der Welt“ ist ein vergnügliches kleines Buch und dabei sehr schnell zu lesen. Ein bis zwei Stunden und man hat es durch.

Pino Cacucci ist zwar Italiener, seine Wahlheimat ist aber Mexiko. So gelingt es ihm, typisch mexikanische Charaktere zu erschaffen. Sicher Klischees, aber liebevoll gezeichnete Klischees. Angefangen vom selbsterklärten Bürgermeister und Ex-Zappatisten bis hin zum baskischen Missionar, der deutliche Züge von Don Camillo trägt und als einziger im Dorf versteht, was es mit dem „Dünger“ wirklich auf sich hat. Jeder der Dorfbewohner ist irgendwie verschroben, irgendwie seltsam und ganz und gar lebendig.

Turbulent und laut, humorvoll und intelligent kommt „Ein Wunder am Ende der Welt“ daher. Mir hat es meine sonst eher langweilige Zugfahrt deutlich versüßt, es eignet sich aber auch ganz sicher für den Strand oder als Geschenk.

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