Einer flog über das Kuckucksnest

Einer flog über das Kuckucksnest von Milos Forman

Einer flog über das Kuckucksnest von Milos Forman

Ein Irrenhaus ist allemal besser als der Knast – findet der hartgesottene Draufgänger McMurphy: Vor Gericht gibt er sich als unzurechnungsfähig aus und läßt sich in eine staatliche Nervenheilanstalt einweisen. Doch was ihn dort erwartet, hätte er sich niemals träumen lassen: Eine boshafte Stationsschwester führt ein brutales, menschenverachtendes Regiment und die hilflosen Patienten vegetieren in Angst und Verzweiflung vor sich hin. Wer sich nicht anpaßt, wird ohne Gnade mit Elektroschocks gefügig gemacht. Doch McMurphy ist aus anderem Holz geschnitzt: Er nimmt die Herausforderung an und erklärt dem grausamen System den offenen Krieg …

„Einer flog über das Kuckucksnest“ ist Legende. Es ist nicht nur die schauspielerische Glanzleistung von Jack Nicholson, die diesen Film so groß macht. (Und Nicholson ist einfach bombastisch!) Das gesamte Ensemble ist großartig (allen voran Billy Bibbit und Will Sampson. wobei ich letzteren immer einfach genial finde), das Zusammenspiel ist exzellent und die Charaktere sind allesamt hochsensibel portraitiert.

Überhaupt ist diese Geschichte um die Insassen einer Irrenanstalt ungeheuer menschlich verfilmt. Milos Forman spart nicht mit Humor, aber er lacht dabei niemals über die Figuren. Gleichzeitig ist der sich zuspitzende Konflikt packend und bewegend dargestellt. Man leidet mit und an vielen Stellen tut „Einer flog über das Kuckucksnest“ deshalb fast körperlich weh.

Postitiv ist für mich vor allem, daß Forman die Romanvorlage von Ken Kensey nicht hollywoodisiert hat. Sprich: Der Film hat kein gutes Ende, zumindest nicht im Hollywood-Sinne. Ich mag das. Es sollten viel mehr Filme so sein.

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