Die Katze auf dem heißen Blechdach

Die Katze auf dem heißen Blechdach von Richard Brooks

Die Katze auf dem heißen Blechdach von Richard Brooks

Elizabeth Taylor war nie besser als in diesem legendären Drama. In Richard Brooks‘ weltberühmter Tennessee Williams‘ Verfilmung gibt sie die Vorstellung ihres Lebens. Es ist die Geschichte einer Familie in den amerkianischen Südstaaten. Krankheit, Alkohol und Eifersucht haben sie zerstört. Liebe und Haß liegen dicht beieinander. An einem schwülen Sommerabend bricht die Verzweiflung aus der Familie heraus, und es kommt zu einem dramatischen Konflikt.

Es ist ein wenig schade, daß die Verfilmung von „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ die brisanten Themen des Theaterstücks nicht alle übernimmt. Denn immerhin ist es im Original nicht der Konfliktpunkt, daß wie im Film Maggie ein Verhältnis mit Skipper hatte, sondern es ist Brick selbst, der ein homosexuelles Verhältnis mit seinem Jugendfreund hatte.

Trotzdem ist „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ ein grandioser Film, was vor allem an der schauspielerischen Leistung von Elizabeth Taylor und Paul Newman liegt. Aber auch Burl Ives und Judith Anderson sind als Bricks Eltern ganz wunderbar besetzt. Gerade Anderson schafft es durch ihre Betonung, Blicke und Gesten ihrer Rolle im Laufe des Films eine überraschende Würde zu verleihen.

Das Charakterspiel zwischen den Figuren wird eingefangen von einer ungeheuer eindrucksvollen und sich dabei niemals in den Vordergrund spielenden Kamera. Oft muß man den Ton stumm schalten und sich eine Passage noch einmal genau ansehen, um zu begreifen wie subtil und gleichzeitig genial die Bildsprache des Films ist.

Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen!

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