Terminator 2

Terminator 2 von James Cameron
Terminator 2 von James Cameron

Vor zehn Jahren konnte Sarah Connor ihren Sohn John vor dem Tod durch einen Cyborg aus der Zukunft bewahren. Denn John soll eines Tages zum härtesten Gegner der weltbeherrschenden Maschinen und zum Retter der Menschheit werden. Doch noch immer sind die Cyborgs hinter John her. Ihre neueste Waffe: Der scheinbar unzerstörbare Killer-Automat T-1000. Doch die menschliche Untergrundorganisation aus der Zukunft schickt einen Terminator in die Gegenwart, um John und Sarah zu beschützen …

Es ist selten, daß die Fortsetzung eines Filmes besser ist als das Original. „Terminator 2“ schafft das leicht. Das liegt vor allem daran, daß wir es hier nicht mehr allein mit Linda Hamilton als Sarah Connor zu tun haben (im ersten Terminator wird John nämlich erst gezeugt, soviel zu guten Klappentexten …). Es ist mir immer noch unbegreiflich, wieso Linda Hamilton Ende der 1980er, Anfang der 1990er so beliebt war. Sie ist nicht nur nicht sonderlich attraktiv, ihre Rolle in den Terminator-Filmen ist auch noch reichlich unsympathisch.

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Der silberne Mann

Der silberne Mann herausgegeben von Manfred Oelsner
Der silberne Mann herausgegeben von Manfred Oelsner

Manfred Oelsner versammelt in „Der silberne Mann“ auf 108 Seiten tatsächlich 100 Sagen aus dem Ostharz. Obwohl er die nicht nur ausgewählt sondern angeblich auch neu erzählt hat, merkt man den verschiedenen Sagen ihre Herkunft aus verschiedenen (am Ende des Buches angegebenen) Quellen deutlich an. Manchen ist eine wissenschaftliche oder moderne Erklärung für das vorangestellt, was sich die Harzer durch die Sage zu erklären versuchten, andere sind sehr prosaisch und kommen völlig ohne Einleitung aus, wieder andere sind fast schon poetisch erzählt und erinnern an alte Rittergeschichten.

Trotzdem ist „Der silberne Mann“ eine durchaus interessante Sammlung, zumal Oelsner die verschiedenen Sagen auch noch grob thematisch geordnet hat. So finden sich Gruppen von Sagen mit ähnlichen Motiven oder Sagen um eine bestimmte Person nacheinander. Wenn man dazu noch bedenkt, daß die Sagen oft nur eine halbe Seite lang sind, dann hat man sie schnell und leicht gelesen. Besonders geeignet ist dieses Buch natürlich, wenn man (Wander-)Urlaub im Ostharz plant und sich all die Stätten aus der Sage ansehen kann.

Lügen in Zeiten des Krieges

Lügen in Zeiten des Krieges von Louis Begley
Lügen in Zeiten des Krieges von Louis Begley

Louis Begley erzählt die Geschichte von der Hölle der Todesangst und dem Überleben in ihr: Der Knabe Maciek aus T. in Polen, Sohn eines angesehenen jüdischen Arztes, erfährt, wie sich seine anfangs so wohl behütete, idyllische Kindheitswelt verfinstert bis ins Nachtschwarze mörderischer Ausweglosigkeit. Doch zuerst scheint alles im Lot, Maciek genießt seine Kindheit mit dem imposanten Großvater, der weichen Großmutter, der schönen Tante Tanja und dem sorgsamen Vater. Und seine Furcht vor dem Riesen in der Nacht wird beruhigt von Zosia, dem polnischen Kindermädchen. Doch mit dem „Anschluß“ Österreichs setzen Nervosität, Unruhe und Angst ein, der Kriegsausbruch im September 1939 verändert dieses Leben total. Die Deutschen kommen, Maciek und seine Familie müssen wie alle Juden ihr Haus verlassen. Was folgt, sind täglich Demütigung, Elend, Razzien, Todesfurcht und Tod, aber auch Knabenspiele, erwachende Pubertät. Tante Tanja befreundet sich mit dem Deutschen Reinhard, er hilft Macieks Familie mit falschen Papieren. Als die Deportation unmittelbar bevorsteht, warnt Reinhard die Familie und versteckt Tanja und Maciek in einer Wohnung in Lwów. Doch Gefahr und Verderben nehmen zu, Reinhard und die Großmutter werden von der Gestapo in T. entdeckt, er erschießt sich und die alte Frau und gewinnt Zeit für Tanja und Maciek durch diese Tat. Mit neuen Not- und Rettungslügen taumeln Tanja und Maciek, unter dem steigenden Druck, endgültig entdeckt zu werden, weiter durch das Inferno des Krieges …

„Lügen in Zeiten des Krieges“ ist ein verstörendes Dokument des Überlebens. Es beginnt langsam, fast langweilig, harmlos. Doch nach und nach steigert sich die Erzählung, verdichtet sich bis zu den beklemmend geschilderten letzten Kriegstagen.

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Mord im Sommerpalast

Mord im Sommerpalast von Taiping Shangdi
Mord im Sommerpalast von Taiping Shangdi

Und ich dachte nach „Das verbotene Lied“, es könne nicht mehr schlimmer kommen …

Ja, ich hatte wirklich die Hoffnung, nachdem die Protagonisten alle eingeführt und die Situation bei Hofe vorgestellt ist, daß nun endlich im zweiten Band der Reihe alles ein wenig in Schwung kommt. Dabei hätte ich mir eigentlich doch denken können, daß die Fortsetzung zwangsläufig nur schlechter werden kann, oder?

Worum es in „Mord im Sommerpalast“ geht ist eigentlich völlig nebensächlich, aber damit ich selbst nicht so viel zu diesem Machwerk schreiben muß, hier der Klappentext:

Die anmutige Konkubine Pfauenauge hatte sich den heiß ersehnten Aufenthalt im Sommerpalast nördlich von Peking anders vorgestellt. Statt den Intrigen und der Dekadenz der Verbotenen Stadt zu entkommen, gerät sie mit dem kaiserlichen Hofstaat in tödliche Gefahr. Ein junger Eunuch wird grausam ermordet in der Pagode des Himmlischen Frühlings gefunden. Und Pfauenauges Vertrauter, Kleiner Brillant, weiß zu viel …

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