Das Wüten der ganzen Welt

Das Wüten der ganzen Welt von Maarten 't Hart

Das Wüten der ganzen Welt von Maarten 't Hart

Irgendwie scheine ich in letzter Zeit ein gutes Händchen für niederländische Autoren zu haben. „Das Wüten der ganzen Welt“ ist ein wirklich großartiges Buch, das ich innerhalb von nur zwei Tagen regelrecht verschlungen habe.

Vielleicht liegt das daran, daß hier gleich mehrere Themen verwoben sind, die mich schon immer sehr interessiert haben: Die Auswirkungen der Nazi-Zeit in Deutschland und den Nachbarländern (einer meiner Urgroßväter hatte als Gewerkschaftsmann und SPDler massive Probleme mit der Gestapo) und … Musik!!! (Es gibt nur wenige in meiner Familie, die kein Instrument spielen, viele spielen sogar mehr als eines.) Das alles verbunden mit einem seltsamen Mord, vielen Geheimnissen und Rätseln.

Maarten ‚t Hart schafft es dabei, besser als in vielen Krimis, dem Leser Hinweise auf die Lösung des Falls zu geben. Er schafft es sogar, daß man sich dem Protagonisten (der, wie er selbst zugibt, sehr sehr naiv und unbedarft ist) überlegen fühlt und meint, viel eher auf die Lösung gestoßen zu sein. Aber dann erlebt man eine große Überraschung. Innerhalb der letzten Seiten dreht sich die Geschichte noch einmal völlig. Und auch darauf hat es Hinweise gegeben, die man einfach nur nicht gesehen hat.

Auch wenn sich der Roman immer wieder um den Mord dreht, ist „Das Wüten der ganzen Welt“ kein Krimi im klassischen Sinne. Die „Ermittlungen“ erstrecken sich über mehrere Jahrzehnte und erst nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht. Trotzdem (oder von meiner Warte aus eher deswegen) ist es ein wunderbares, poetisches und faszinierendes Buch.

Unbedingt lesen!

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