Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Fräulein Smillas Gespür für Schnee von Peter Høeg

Fräulein Smillas Gespür für Schnee von Peter Høeg

Es ist kalter Winter in Kopenhagen. Der kleine grönländische Junge Jesaja wird eines Tages tot aufgefunden. Er sei wohl beim Spielen vom Dach gefallen, meint die Polizei. Doch Smilla Jaspersen, die im gleichen Haus wie Esajas wohnt und für die der tote Junge der einzige Freund war, schenkt dieser Erklärung keinen Glauben. Jesaja litt doch an Höhenangst, nie im Leben hätte er auf dem Dach gespielt, da ist sie sich sicher. Sie geht der Sache nach und begibt sich auf eine Spurensuche bis hinauf ins ewige Eis, welche immer neue abenteuerliche Verstrickungen aufdeckt. Schnell findet sie sich inmitten eines Komplotts aus Lügen und Intrigen, aus Vertuschungen und Unwahrheiten wieder, in das offenbar höchste Vertreter der dänischen Gesellschaft verwickelt sind. Ihre Nachforschungen werden für sie selbst gefährlich, doch so leicht gibt sie nicht auf.

Peter Høegs Kriminalgeschichte „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ (1992) war ein internationaler Erfolg, zu dem 1997 auch die Verfilmung des Romans durch Bille August beitrug.

Auch ich habe zuerst den Film gesehen, bevor ich „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ gelesen habe. Der Film ist ziemlich gut. Das Buch ist einfach grandios.

Da ist zum einen die Figur der Smilla Jaspersen, die im Roman einfach noch viel genialer herüberkommt. Sie ist exzentrischer, verdrehter, zynischer, stoischer und grönländischer als im Film. Generell ist die Charakterisierung im Buch wesentlich tiefer und genauer, sie bringt einem die Personen näher. Sicher, ein Film wird immer Schwierigkeiten haben ein Werk von 500+ Seiten umzusetzen.

Zum anderen sind es entsprechend die kleinen Details, die das Buch ausmachen, und die im Film nicht wiedergegeben werden konnten. Die intellektuellen Überlegungen Smillas, ihre wunderbare Lektüre. Und natürlich … ihr Gespür für Schnee. Diese vielen Feinheiten, die Beobachtungen, die ganzen differenzierten Inuit-Worte für Schnee und Eis, für Wind und Wetter. Einfach nur ein Genuß!

Und spannend ist das Buch auch noch. Voller Action und Intrigen und Rätsel. Wenn alle Krimis so wären, würde ich wahrscheinlich mehr davon lesen.

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