Bronsteins Kinder

Bronsteins Kinder von Jurek Becker
Bronsteins Kinder von Jurek Becker

Hans Bronstein ist achtzehn Jahre alt und will vom Schicksal seines Vaters, eines Juden und ehemaligen KZ-Häftlings, nichts wissen. Doch dann entdeckt er, daß dieser im Waldhaus der Familie einen einstigen KZ-Aufseher gefangen hält, um ihn zu foltern und zum Geständnis seiner Untaten zu zwingen. Jetzt kann Hans seine Augen vor dem Trauma des Vaters nicht mehr verschließen. Der Sohn fragt sich, ob „einer, der mit dreißig geschlagen wird, mit sechzig zurückschlagen“ darf. Es kommt zu einer heftigen Auseinandersetzung um Schuld und Sühne, um Vergebung und Selbstjustiz. Hans kann das Verhalten seines Vaters nicht billigen und entschließt sich, den Gefangenen freizulassen. Doch als er in der Waldhütte ankommt, wartet eine schreckliche Überraschung auf ihn.

Ich weiß nicht so recht, was ich von „Bronsteins Kinder“ halten soll. Das Thema könnte sicher spannend sein und die moralischen Fragen, die hier aufgeworfen werden sind mehr als interessant: Darf man sich selbst zum Richter über einen früheren Peiniger machen? Ist eine Justiz akzeptabel, die nach ideologischen Maßstäben urteilt?

Bronsteins Kinder weiterlesen