Das Bildnis des Dorian Gray

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde

Es ist der Traum eines jeden Menschen, nicht altern zu müssen. Für den jungen, aufstrebenden Dorian Gray geht dieser Traum auf mysteriöse Weise in Erfüllung. Nachdem der Maler Basil Hallward ihn für einen Freund portraitiert hat, geschieht das Unglaubliche: Während das Gesicht auf dem Bild von Tag zu Tag älter wird, scheint Dorian ewig jung zu bleiben. Jahr um Jahr geht ins Land, doch sein Gesicht ist immer noch das eines wunderschönen Jünglings. Sein blendendes Aussehen verschafft ihm Erfolg bei Frauen und Männern, die allesamt fasziniert sind von seiner unvergänglichen jugendlichen Schönheit. Er verkehrt in den besten Gesellschaftskreisen, verbringt Stunden vor dem Spiegel, um sich herauszuputzen, und führt das mondäne Leben eines Dandys.

Doch Dorian hat auch etwas Beunruhigendes. Je länger der Spuk dauert, desto verwunderter fragen sich die Leute, was es mit seiner unvergänglichen Jugend auf sich hat. Der Maler Hallward sucht nach seinem Portrait von einst, und Dorians Geheimnis droht entdeckt zu werden. Doch das kann Dorian nicht zulassen. Was als Traum ewiger Schönheit begonnen hat, wird zum Alptraum …

„Das Bildnis des Dorian Gray“ ist eines meiner Lieblingsbücher. Es ist definitiv die beste Prosa, die Oscar Wilde geschrieben hat (und ich bin ein großer Fan von Wilde).

Daß dieser Roman so gut ist, liegt wahrscheinlich vor allem daran, daß sehr viele Dialoge in ihm vor kommen. Denn Wilde ist ein Meister des Gesprächs. Er selbst beeindruckte die englische Gesellschaft immer wieder durch seine spritzige und witzige Konversationskunst. (Ich vermute, daß er sich mit Lord Henry ein wenig selbst portraitiert hat.) Und natürlich sind seine Schauspiele einfach nur großartig.

So ist „Das Bildnis des Dorian Gray“ natürlich vor allem eine Ansammlung scharfsinniger Gespräche und geistreicher Bonmots. Aber auch die Handlung kann sich natürlich sehen lassen, ein unschuldiges junges Herz, das verdorben wird, Liebe, Leidenschaft, Mord, Rache. Und das alles in ungeheuer distinguierter englischer Umgebung … Ein herrliches Denkmal, das Wilde dem Dandytum hier gesetzt hat!

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