Die SZ-Cinemathek

Die SZ-Cinemathek
Die SZ-Cinemathek

Nachdem mir die „SZ-Bibliothek“ so viel Spaß macht, habe ich mir natürlich auch die „SZ-Cinemathek“ angesehen. Und ich muß sagen, da sind viele wirklich gute Filme dabei. Erst waren nur 50 DVDs geplant, mittlerweile hat die SZ aber beschlossen, daß die „SZ-Cinemathek“ ein Happy End verdient hat und hat noch einmal 50 DVDs draufgelegt.

Ich sitze hier also mit 100 wunderbaren Filmen, die alle angesehen und rezensiert werden wollen. Fun! Leider haben auch diese DVDs keinerlei Extras (wenn man einmal von den verschiedenen Sprachspuren und Untertiteln absieht). Dafür sind die DVD-Hüllen wahnsinnig schön gestaltet. Auf der Rückseite findet sich eine Inhaltsangabe und das Bild eines Original-Kinoplakats, auf der Innenseite findet sich eine Rezension und ein kurzes Making of, dazu viele stimmungsvolle Bilder aus dem Film.

Ich freue mich wirklich auf die nächsten Wochen und Monate mit der „SZ-Cinemathek“!

Der Vampir

Der Vampir von Tom Holland
Der Vampir von Tom Holland

Eigentlich war Rebecca Carville nur auf der Suche nach dem einzig verbliebenen Exemplar von Lord Byrons verschwundenen Memoiren. Stattdessen findet sie sich dem berühmt-berüchtigten Dichter selbst gegenüber – der nicht nur am Leben, sondern auch in nahezu 200 Jahren keinen Tag gealtert ist. Als er in Rebecca eine entfernte Verwandte erkennt, ist Byron bereit, ihr die bizarre Geschichte seines ebenso abenteuerlichen wie ausschweifenden Lebens als Untoter zu erzählen. Zu ihrem Entsetzen muß Rebecca feststellen, daß dies nicht ganz uneigennützig geschieht.

Denn Vampire mögen zwar unsterblich sein – aber die ewige Jugend fordert einen fürchterlichen Preis …

Wenn man anfängt, „Der Vampir“ von Tom Holland zu lesen, kommt man nicht umhin, immer und immer wieder an „Interview mit einem Vampir“ von Anne Rice bzw. an die nachfolgenden Bände dieser Romanreihe zu denken. Zu offensichtlich sind die Ähnlichkeiten. Hier wie dort erzählt ein Vampir einem Sterblichen seine Geschichte. Hier wie dort finden sich deutliche homoerotische Züge. Ja sogar die Methode, wie ein sehr alter und mächtiger Vampir schließlich endgültig vernichtet werden kann, ist quasi direkt aus „Die Königin der Verdammten“ entnommen.

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Das Herz ist ein einsamer Jäger

Das Herz ist ein einsamer Jäger von Carson McCullers
Das Herz ist ein einsamer Jäger von Carson McCullers

Der taubstumme John Singer muß erleben, wie sein Freund Spiros Antonapoulos, mit dem er sich jahrelang die Wohung geteilt hat, in eine Irrenanstalt gebracht wird. Singer zieht zur armen Familie eines Uhrmachers und wird nun selbst zum Mittelpunkt einer Gruppe von allerlei Außenseitern: Biff Bannon, dem eine Cafeteria gehört; Jake Blount, der Marxist ist, die kapitalistische Gesellschaft verachtet und am liebsten als Wanderprediger herumzöge; Mick Kelley, die von der Liebe träumt; und der schwarze Arzt Benedict Copeland, der ins Gefängnis kommt, weil er dagegen protestiert, wie sein Sohn behandelt wird. So unterschiedlich diese bunt zusammengewürfelte Außenseiterbande sein mag, sie setzt ihr ganzes Vertrauen und alle Hoffnung auf den behinderten John Singer, der allerdings selbst verzweifelt, als sein Freund Spiros stirbt.

Meine erste Begegnung mit Carson McCullers hatte ich in der Schule. In der 8. oder 9. Klasse mußten wir im Englischunterricht „The Ballad of the Sad Cafe“ lesen. Und ganz ehrlich, ich fand es furchtbar. Insofern bin ich etwas zögerlich an „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ herangegangen und habe mir schon das Schlimmste erwartet.

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Indie Underground

Indie Underground von Adelheid Dahimène
Indie Underground von Adelheid Dahimène

„Liebe Fans, treue Stammhörer, verehrte Zaungäste, seit ich die Gitarre spielen kann, will ich freier Musiker werden, das hört ihr jetzt schon die ganze Zeit, und ich nehme an, es gefällt euch.“ Na klar doch. Vor allem, wenn der Musiker Indie Underground heißt, in einer Hardcore-Band mit Namen OSPEN 2000 spielt und von einem Plattenvertrag und dem internationalen Durchbruch träumt.

Um den perfekten Song dreht sich sein Leben. Danach kommt lange nichts und nur am Rand der Rest: Schule, Familie, die große Liebe und natürlich immer die Musik.

Adelheid Dahimènes „Indie Underground“ erinnert mich in vielen Dingen an Dorota Masłowskas „Die Reiherkönigin“. In beiden Büchern geht es um Musik, beide Bücher sind wie Musikstücke aufgebaut. Während aber „Die Reiherkönigin“ durchgehend gerappt und dadurch ziemlich schwer zu lesen ist, ist „Indie Underground“ wie eine Schallplatte aufgebaut (und auch viel einfacher zu lesen).

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