Hackers

Hackers von David Bischoff

Hackers von David Bischoff

HACK THE PLANET!

Yes! Der Film „Hackers“ aus dem Jahr 1995 ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Nicht wegen der Handlung (die ist unrealistisch) oder der Schauspielerei (die ist oft überzogen, auch wenn viele der Akteure heute berühmt sind), sondern wegen des unglaublich kewlen Feelings! Und natürlich weil er mein Lebensmotto enthält: „Mess with the best, die like the rest!“

Darum geht es:

Dade Murphy ist ein Surfer auf den Wellen der Datennetze, ein Desperado der Bits und Bytes – Dade ist ein Hacker. Gemeinsam mit seinen Freunden Phantom Phreak, Cereal Killer und seinem heimlichen Schwarm, der stolzen Kate Libby, knackt er jedes Password, hackt er jedes noch so ausgefallene System – ohne dabei jemandem zu schaden, versteht sich. Doch dann bekommen die Freunde es mit „The Plague“ zu tun, einem brillanten Computer-Mastermind, der ihnen ein Verbrechen in die Schuhe schieben will …

Als bei BookCrossing dann der Roman zum Film „Hackers“ als BookRing angeboten wurde, mußte ich natürlich teilnehmen, Ehrensache! Dabei bin ich bisher mit Büchern dieser Art immer kräftig auf die Nase gefallen. Meistens waren die Bilder aus den jeweiligen Filmen noch das Beste an diesen Machwerken. „Hackers“ ist da eine rühmliche Ausnahme (und wäre ohne die Bilder aus dem Film wesentlich besser gewesen – die Bildunterschriften verraten nämlich die Handlung voraus). Zwar ist es an einigen Stellen etwas pathetisch und klischeebefrachtet (hauptsächlich wenn Kate beschrieben wird), aber ansonsten ist der Schreibstil durchaus brauchbar. Vor allem aber schafft das Buch es gut, die besondere Atmosphäre des Films zu vermitteln, was gerade dem Fan während des Lesens immer wieder ein dickes Grinsen aufs Gesicht zaubert.

Wer etwas von Computern versteht (und ich bin da auch nicht gerade ungebildet *g*) darf allerdings an vielen Stellen sein Wissen ganz schnell vergessen. Die Art wie hier gehackt wird ist … meganiedlich. Klar, für einen Film muß sowas zum einen so aufbereitet werden, daß die Masse der Zuschauer etwas von der Handlung im Cyberspace kapiert, und zum anderen muß es natürlich auch noch optisch etwas her machen. Wer will schon verranzten Stubenhockern zuschauen, die wirkliche Programme schreiben?

Allein wegen seines Alters von mittlerweile über 10 Jahren ist „Hackers“ auch noch aus einem anderen Grund dazu geeignet, jeden, der sich auch nur ein bißchen mit Computern auskennt, zum Schmunzeln zu bringen. 320 MB Festplatte, 4fach CD-Rom-Laufwerk, 28.8 BPS Modem, Disketten … ist das nicht süß? Himmel, mein PC hier (und der ist ausdrücklich nicht sota) hat 2,5 GB RAM, ein DVD-Laufwerk und einen DSL 6000 Anschluß!

Wunderbar auch die ganzen Anspielungen und Zitate. „New York City Blues“, „Hal“, der „Gibson“ und natürlich das „Hacker Manifest“. Das Buch ist einfach genauso Kult wie der Film!

Und verdammt, wieso hat unser Toom-Markt gegenüber eigentlich kein Jolt mehr im Sortiment?

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