Zwei blaue Vergißmeinnicht

Zwei blaue Vergißmeinnicht von Helmuth M. Backhaus
Zwei blaue Vergißmeinnicht von Helmuth M. Backhaus

Auf Geheiß ihres Chefs sollen der Londoner Privatdetektiv Charly Biff und seine Assistentin Ingrid sich auf einer Kreuzfahrt entlang der Adriaküste entspannen. Noch bevor das Schiff ablegt, kommt Charly im Hafen von Portoroz Rauschgiftschmugglern auf die Spur. Er findet bald heraus, dass diese „Schnee“ auf dem Urlaubsdampfer nach Italien transportieren und dort verkaufen wollen. Und während die übrigen Passagiere sich amüsieren – und manche sogar die Liebe entdecken – heftet sich Charly an die Fersen der Ganoven.

Wieder ein Film aus den 60ern und wieder ein ziemlich schlechter. „Zwei blaue Vergißmeinnicht“ ist eine „schwungvolle Krimikomödie voller 60er-Jahre Schlager“. Na vielen Dank auch! Ganz ehrlich, wenn ich noch einmal einen solchen Film sehen muß, dann kotze ich (und das ist nicht metaphorisch gemeint). Was bin ich froh, daß Rex Gildo tot ist!

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Gefährliche Geliebte

Gefährliche Geliebte von Haruki Murakami
Gefährliche Geliebte von Haruki Murakami

Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, daß ich Haruki Murakami für einen (Schriftsteller-)Gott halte. Auch mit seinem Roman „Gefährliche Geliebte“ hat er mich wieder begeistert, und das, obwohl das Buch so ganz anders ist, als die anderen seiner Werke, die ich gelesen habe.

„Gefährliche Geliebte“ ist die sehr geradlinig erzählte Geschichte einer zum Scheitern verurteilten großen Liebe. Und dieses Mal ist da so gar nichts von dem, was man bei Murakamis Büchern erwartet: keine phantastischen Begebenheiten, keine altklugen Teenager, ja sogar der Held der Geschichte hat völlig Murakami-untypisch tatsächlich einen … *Trommelwirbel* … Namen!

Dieses Buch erfüllt also keine meiner Erwartungen und es ist noch dazu eine Liebesgeschichte (die mich eigentlich sonst eher peripher interessieren … und trotzdem ist es großartig und fesselnd und man kann es nicht aus der Hand legen. Wieso bloß?

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Der Zementgarten

Der Zementgarten von Ian McEwan
Der Zementgarten von Ian McEwan

Jack und seine Geschwister scheinen zunächst ein ganz normales Leben in einer ganz normalen englischen Vorortsiedlung zu führen. Doch dann stirbt der Vater – nicht ohne Zutun des 15-jährigen Jack – und schließlich auch die krebskranke Mutter. Da ihnen jetzt das Waisenhaus droht, beschließen die Kinder, die Leiche der Mutter in einem Privatbegräbnis im Keller zu verbergen. Jack und seine Schwester Julie bilden nun das neue Elternpaar, das sich in einer gespenstischen Szene schließlich auch sexuell vereinigt. „Im Hintergrund hatte ich das Gefühl, als säßen wir da und warteten auf ein schreckliches Ereignis, und dann fiel mir ein, daß es schon geschehen war“, kommentiert Jack seine Geschichte.

Ian McEwan gelingt mit seinem Roman „Der Zementgarten“ (1978) eine beklemmende psychologische Studie, die unter die Haut geht. Abgestoßen und fasziniert zugleich folgt der Leser den Lügen und Begierden, den Perversionen und Leidenschaften der Jugendlichen. Andrew Birkin verfilmte den Roman 1992 mit Andrew Robertson und Charlotte Gainsbourg in den Hauptrollen.

Über weite Strecken liest sich „Der Zementgarten“ wie ein Traumerlebnis. Und auch der Protagonist Jack hat oft das Gefühl, alles zu verschlafen, oder wie in einem Traum durch die Welt zu gehen. Dieser Traum allerdings ist ein veritabler Alptraum!

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Die TEK-Dealer

Die TEK-Dealer von William Shatner
Die TEK-Dealer von William Shatner

Eine Sache, die Jake Cardigan eigentlich gar nichts angeht: Ein gefährlicher Killer, der sich selbst der Unbekannte Soldat nennt, streift todbringend durch die Ruinen des alten London. Dann aber verschwindet Jakes Sohn in den düsteren Straßen der englischen Hauptstadt. Sofort macht Cardigan sich auf die Suche – und er gerät an eine Terror-Organisation, die nur ein Ziel erreichen will: die Revolution im untergegangen Königreich. Ihre Wunderwaffe haben den Terroristen skrupellose Tek-Dealer zugespielt: Die Droge Super-Tek.

Cardigans Kampf scheint aussichtslos zu sein. Endlich jedoch findet er seinen Sohn – im zerstörten Buckingham Palace. Und dann steht er dem Unbekannten Soldaten gegenüber.

Ich denke, „Die TEK-Dealer“ war ursprünglich als Abschluß einer Trilogie gedacht. Daß William Shatner noch mehr Romane geschrieben hat, ist wohl dem Erfolg seiner Bücher geschuldet.

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