Die TEK-Verschwörung

„TEK-War“, so heißt die Roman- und Fernsehserie, die von William Shatner geschrieben und, soweit ich weiß, auch produziert wurde. Ich weiß nicht, ob die Serie oder einige der Fernsehfilme im deutschen Fernsehen liefen. Was auch immer es war, mir hat es damals gut gefallen. Als bei BookCrossing die ersten drei TEK-Romane als Ring angeboten wurden, habe ich mich natürlich gleich gemeldet. Insgesamt sind neun Romane erschienen, sechs davon wurden ins Deutsche übersetzt.

Die TEK-Verschwörung von William Shatner

Die TEK-Verschwörung von William Shatner

„Die TEK-Verschwörung“ ist der erste Roman der „TEK-War“-Serie:

Jake Cardigan war der beste Cop, den man sich denken konnte – bis er von Drogenhändlern hereingelegt wurde. Weil er angeblich mit Tek, einer gefährlichen Computer-Droge, gedealt hat, wird er zu fünfzehn Jahren Koma in einer Strafstation im Orbit verurteilt.

Doch schon nach vier Jahren wird Cardigan aus mysteriösen Gründen entlassen – und als Detektiv angeheuert, um in Mexiko einen verschwundenen Wissenschaftler zu finden. Aus dem scheinbar ungefährlichen Auftrag wird schnell ein riskanter Höllenritt, denn Cardigan kommt einer Verschwörung auf die Spur, der er einst selbst zum Opfer fiel.

Im Prinzip ist mit dem Klappentext schon alles über die Handlung gesagt. Tatsächlich ist es erstaunlich, daß dieser eher zweitklassige Schauspieler einen so soliden Science Fiction Roman schreiben konnte. Sicher, man merkt schon recht deutlich, woher Shatners Inspirationen kommen (Asimov, Dick), aber ansonsten kann man eigentlich nicht meckern.

Vielleicht liegt es daran, daß hier einfach die Motive der beiden Serien vermengt werden, in denen Shatner am erfolgreichsten war: „Star Trek“ und „T.J. Hooker“, Science Fiction und Polizeiarbeit. Vielleicht mag ich aber auch einfach Geschichten über eine Zukunft, die nicht ganz so perfekt und sauber wie die in „Star Trek“ ist. Die Welt von TEK-War ist angenehm dreckig und korrupt, die wenigsten Protagonisten sind was sie zu sein vorgeben, und kaum einer hat eine weiße Weste. Ja selbst der Held der Bücher, Jake Cardigan, ist durch seine TEK-Abhängigkeit und seine gescheiterte Ehe gezeichnet.

Zudem ist es irgendwie niedlich, aus heutiger Sicht Science Fiction aus den 80ern zu lesen. Ein Jahr 2120, in dem noch Papier verwendet wird, in dem noch gefaxt wird? Wohl eher unwahrscheinlich. Wenn man darüber hinwegsehen kann ist „Die TEK-Verschwörung“ ein erstaunlich gutes Buch, das meine Erwartungen weit übertroffen hat.

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