Night’s Daughter

Night's Daughter von Marion Zimmer Bradley

Night's Daughter von Marion Zimmer Bradley

Since time immemorial, when the Serpentlord coupled in the Great Rite with the Priestess of the Night, the Kingdoms of Light and Dark, of Sun and Moon have been at war.

Now Pamina, daughter of the Starqueen, supreme symbol of the Night, and of Sarastro, King of the Royal House of the Sun, has to choose which of her parents she will follow, in custom and in principle. And together with her lover, the princely Tamino, she must face her Ordeal at the Court of Wisdom – Ordeals of Earth and Air, of Fire and Water, from which none can flinch and none can escape …

Schon bei den Namen, die hier im Klappentext genannt werden, sollte den meisten klar geworden sein, daß „Night’s Daughter“ auf Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ basiert. In ihrem kurzen Nachwort eröffnet Marion Zimmer Bradley, daß sie schon als Kind der Faszination dieser Oper verfallen ist. (Und wer versteht sie da nicht?) Das Thema hat sie also ihr ganzes Leben lang begleitet, und schließlich hat sie es in diesem fabelhaften Buch umgesetzt.

Eigentlich bin ich ja kein allzugroßer Fantasy-Fan, aber die Ideen, die Zimmer Bradley hier entwickelt sind wirklich interessant. Ihre Geschichte spielt in Atlas-Almesios, Atlantis. Hier gibt es nicht nur Menschen, die vom Affen abstammen, sondern auch die Kinder des großen Drachen, Schlangenmenschen. Zudem hat die herrschende Klasse in der Vergangenheit noch andere menschenähnliche Rassen erschaffen, Mischungen aus Tier- und Menschen-DNS. So sind zum Beispiel Papageno und Papagena tatsächlich Vogelmenschen, haben zierliche, fast zerbrechliche Körper und federartige Haare. Außerdem gibt es Hunde-, Ochsen-, Otter-, Katzen- und Delphinmenschen. Monostatos und die drei Damen der Königin der Nacht (hier ihre Töchter) sind Kinder des großen Drachen. Pamina ist nicht nur die Tochter der Königin der Nacht, sondern auch Sarastros‘.

In dieser Welt entfaltet Zimmer Bradley ihre Geschichte ganz im Sinne der „Erfinder“ Mozart und Schikaneder. Die Prüfungen, die Tamino und Pamina bestehen müssen, sind Prüfungen des Vertrauens, der Liebe und der Humanität. Und in Atlas-Almesios bedeutet Humanität schlußendlich auch, andere Rassen mit menschenähnlicher Intelligenz und menschenähnlichem Bewußtsein als Gleiche zu akzeptieren. Dieses Lehrstück erzählt sie, genau wie ihre Vorbilder, mit großer Kreativität, liebevollem Humor und einer gehörigen Portion Spannung. Deutlich eines der besseren Bücher der großen Fantasy-Autorin!

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: