Der Kaiser von Kalifornien

Der Kaiser von Kalifornien von Luis Trenker

Der Kaiser von Kalifornien von Luis Trenker

Von Schuldnern bedrängt, flieht der Schweizer Buchdrucker Johann August Suter in den 1830er-Jahren nach Amerika, zunächst ohne seine Familie. Nach einer abenteuerlichen Reise gelingt es Suter, mitten im „Wilden Westen“ Kaliforniens Land zu pachten. Bald nennt er ein riesiges Agrarimperium im Sacramento-Tal sein eigen. Auf dem Gipfel des Erfolgs läßt Suter Frau und Kinder nachkommen. Als auf seinem Land Gold entdeckt wird, bahnt sich eine Katastrophe an.

„Der Kaiser von Kalifornien“ ist ein ganz erstaunlicher Film. 1935 wurde die deutsche Produktion zum größten Teil in den USA gedreht und mit den allergeringsten Mitteln finanziert. Trotzdem (und dank Luis Trenkers einnehmenden Wesen und Improvisationstalent) sind dabei äußerst sehenswerte Aufnahmen entstanden.

Sicher, die Geschichte ist mehr als nur ein wenig pathetisch und hat auch mit dem tatsächlichen Johann August Sutter nur teilweise etwas zu tun. Die herrlichen Landschaftsaufnahmen entschädigen einen aber ohne weiteres dafür. Und es ist einfach nur göttlich, einen Western anzuschauen, in dem alle Dialekt sprechen.

Beim Produktionsjahr und auch bei dem Thema „Neues Land erobern“ und in Anbetracht von Suter als „Führerfigur“ könnte man einen üblen Propagandastreifen vermuten. „Der Kaiser von Kalifornien“ fällt aber sicher nicht in diese Kategorie. Zum einen kommen Suters Arbeiter aus allen Ländern Europas und arbeiten alle begeistert zusammen, zum anderen scheitert Suter am Ende (und zwar spektakulär). Goebbels hat sich auf alle Fälle ein anderes Ende gewünscht, aber noch konnte Trenker sich gegen ihn durchsetzen. Später dann leider nicht mehr …

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