Vampiraten 01 – Der Fluch des Ozeans

Vampiraten 01 - Der Fluch des Ozeans von Justin Somper

Vampiraten 01 - Der Fluch des Ozeans von Justin Somper

Ich möchte betonen, daß ich noch einiges an Restalkohol im Blut hatte, als ich „Vampiraten 01 – Der Fluch des Ozeans“ gekauft habe. Dieses unendlich schlechte Cover und der unglaublich reißerische Titel haben mich in diesem Zustand schier überwältigt. Und dann auch noch der Klappentext:

Ein heftiges Unwetter bringt das Boot der Zwillinge Grace und Connor zum Kentern: Während Connor von waschechten Piraten aus dem Wasser gezogen wird, landet Grace an Bord der berüchtigten Vampiraten. Connor glaubt nicht an den Tod seiner Schwester und versucht alles, um sie wiederzufinden. Auch Grace bangt um den Bruder – und um das eigene Leben. Zwar verbürgt sich ihr Retter Lorcan Furey für ihre Sicherheit – doch kann sie ihm wirklich trauen?

Was man daraus nicht erkennen kann und was man auch im Buch sehr lange nicht erfährt ist, daß „Vampiraten 01 – Der Fluch des Ozeans“ eigentlich in der Zukunft spielt, und zwar im Jahr 2512. Wenn der eine Vampir nicht irgendwann sein Alter genannt hätte, hätte man davon auch ganz und gar nichts mitbekommen, irgendwelche futuristischen Techniken gibt es in Justin Sompers Vampiratenwelt nämlich nicht. Nur die Piraten haben sowas wie eine geheime Piratengesellschaft komplett mit eigener Piratenakademie aufgebaut. Nun ja, das ist doch auch schon was.

Ansonsten ist das Buch eine Anhäufung von Klischees bzw. direkt aus dem Film „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“ mit Johnny Depp geklaut. Der menschliche Piratenkapitän benimmt sich (bis hin zu seinem schwankenden Gang) genauso wie Jack Sparrow im Film (nur weit unter dessen Witz und Niveau). Und natürlich ist eines der ersten Dinge, das der Vampir Lorcan Furey Grace gegenüber beklagt, die Tatsache, daß er nichts mehr fühlen kann (genau wie der verfluchte Kapitän der Black Pearl im Film).

Dazu kommen noch hölzerne Dialoge, bescheuerte Charaktere (sogar eine asiatische Piratin mit zwei Katanas auf dem Rücken tritt auf) und eine dermaßen vorhersehbare Story, daß man ab und zu vor Qualen aufstöhnen bzw. sich das Buch vor den Kopf schlagen muß. Denn diese Geschichte schmerzt beinahe körperlich, so schlecht ist sie. Und das Schlimmste: „Vampiraten 01 – Der Fluch des Ozeans“ ist nur das erste einer ganzen Reihe von Büchern …

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