Zu neuen Ufern

Zu neuen Ufern von Klaus Detlef Sierck

Zu neuen Ufern von Klaus Detlef Sierck

Die Karriere der in London gefeierten Sängerin Gloria Vane endet jäh, als sie sich einer Wechselfälschung für schuldig bekennt, um den wahren Betrüger, ihren Geliebten Sir Albert Finsbury, zu schützen. Sie wird zu Zwangsarbeit in Australien verurteilt und kommt dort nur frei, weil sie einen Australier ehelicht. Doch schon bald verläßt sie ihren Gatten, um Albert in Sydney zu suchen, der inzwischen dort lebt – verlobt mit der Tochter des Gouverneurs. In dem Nachtclub, in dem Gloria auftritt, sehen sich die beiden wieder.

Eigentlich mag ich ja Tragödien. Aber „Zu neuen Ufern“ ist einfach … zu viel. Zarah Leander ist eine gute Sängerin, keine Frage. Als Schauspielerin ist sie … nicht ganz so begabt.

Es kann natürlich auch an der Regie liegen, daß „Zu neuen Ufern“ so schlecht ist. Über weite Strecken hin schwankt der Film zwischen unfreiwilliger Komik und extrem überzeichneter Melodramatik. Sich für den Mann (oder den Staat) aufopfern, das mag ja propagandatechnisch den Nazis gut ins Konzept gepaßt haben (der Film ist von 1937), aber je öfter man den leidenden Augenaufschlag der Leander sieht, desto mehr hat man das Bedürfnis einfach abzuschalten. Ein bißchen weniger Schmalz wäre hier deutlich mehr gewesen. Die Geschichte selbst ist nämlich eigentlich gar nicht schlecht und hat einiges Potential an Dramatik und sogar Gesellschaftskritik. Nur … nicht so!

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: