Durch das Nadelöhr

Durch das Nadelöhr von Bernard Lievegoed

Durch das Nadelöhr von Bernard Lievegoed

Dieses Buch ist die Aufzeichnung eines dreitägigen Gesprächs, das der niederländische Journalist Jette von der Meulen mit Bernard Lievegoed geführt hat. Im lebendigen Ausdruck des gesprochenen Wortes offenbart sich eine ebenso weltoffene wie fragend-forschende Persönlichkeit. Lievegoed erzählt Vergangenes – aus seiner Kindheit und Jugend auf Sumatra, von seinem Weg zur Anthroposophie, ais der Geschichte der Antroposophischen Gesellschaft – aber sein Blick ist dabei stets in die Zukunft gerichtet. In seinen vielfältigen Initiativen wie in den anthroposophischen Fragen, die ihn besonders bewegen, scheint ein Grundprinzip auf – Entwicklung.

Eigentlich hatte ich gehofft, in „Durch das Nadelöhr“ etwas mehr über die Biographie von Bernard Lievegoed zu erfahren. Man erfährt auch einige Dinge aus seinem Leben und erhält einen interessanten Einblick in das „Innenleben“ der Anthroposophischen Gesellschaft. Im Gegensatz zu einigen seiner „Kollegen“ erscheint Lievegoed in diesem Zusammenhang als sehr sympathischer Typ, der mit beiden Beinen im Leben steht und gerne zupackt, handelt und hilft.

Sympathisch vor allem deshalb, weil Lievegoed als einer der führenden Anthroposophen der Niederlande natürlich in dieser esoterischen Geisteswissenschaft tief verwurzelt ist. So handelt der überwiegende Teil des Buches auch von der Anthroposophie: Lievegoed versucht die grundlegenden Prinzipen zu erklären, gibt sehr persönliche Einblicke in seine meditative Arbeit, seine „religiösen“ Erkenntnisse und Gedanken.

„Durch das Nadelöhr“ ermöglicht einen interessanten Blick auf einen interessanten Menschen, kann aber immer nur ein Einstieg sein, sollte man sich mit Bernard Lievegoed oder der Anthroposophie weiter befassen wollen. Gut deshalb, daß am Ende des Buches eine ausführliche Literaturliste aufgeführt ist.

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