SOS Eisberg

SOS Eisberg von Arnold Fanck

SOS Eisberg von Arnold Fanck

Als der junge Naturwissenschaftler Dr. Johannes Krafft erfährt, daß ein verschollen geglaubtes Mitglied seiner vorherigen Grönland-Expedition, Prof. Karl Lorenz, vielleicht noch lebt, startet er sofort eine Suchaktion. Bald finden sich Hinweise darauf, daß Lorenz versucht hat, ein entferntes Eskimodorf zu erreichen. Krafft und seine Begleiter folgen seiner Spur, geraten in Not und retten sich auf einen riesigen Eisberg – auf dem sie Lorenz entdecken. Ein Hilferuf über Funk ist ihre letzte Hoffnung.

Wenn man sich den DVD-Covertext so durchliest, dann erwartet man einen spannenden Film. Den bekommt man auch, aber die Handlung ist in „SOS Eisberg“ eigentlich zweitrangig. Was diesen Film so großartig macht, vor allem wenn man das Produktionsjahr 1932 in Betracht zieht, sind die spektakulären Natur- und Flugaufnahmen.

Das Produktionsteam unternahm damals tatsächlich eine Expedition ins Eis, alle Aufnahmen sind „echt“, nichts ist gestellt (wenn man einmal davon absieht, daß die Filmcrew drei Eisbären aus dem Zoo mitgebracht hatte, da die wilden Bären einfach zu scheu waren). Spektakulär sind vor allem die Luftaufnahmen und die Flugmanöver der Piloten. Aber natürlich hatte man auch den besten Piloten der damaligen Zeit engagiert, Ernst Udet.

Man merkt „SOS Eisberg“ an, daß die Zeit des Stummfilms gerade erst vorbei ist. Über weite Strecken kommt der Streifen komplett ohne Worte aus. Aber es genügt auch, die von Musik unterlegten Aufnahmen auf sich wirken zu lassen. Sie sind schlicht bombastisch. Sollte man definitiv gesehen haben!

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