Beim Häuten der Zwiebeln

Beim Häuten der Zwiebeln von Günter Grass
Beim Häuten der Zwiebeln von Günter Grass

Nach all dem Medienhype in den letzten Wochen mußte ich als alter Grass-Fan doch auch „Beim Häuten der Zwiebel“, die neu erschienene Autobiographie von Günter Grass, lesen. Und natürlich merkt man gleich auf den ersten Seiten, warum Grass einen Nobelpreis für Literatur bekommen hat. Der Mann schreibt einfach gut!

Neben all den wirklich interessanten Lebenerinnerungen aus der Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg, die ja schon in den Feuilletons hinreichend besprochen wurden, ragen für mich vor allem zwei Dinge aus dem Text heraus:

Zum einen ist das die Tatsache, daß Grass eigentlich weniger seinen Werdegang und sein Leben als Schriftsteller schildert, sondern mehr sein Leben als bildender Künstler. Immer erlebt man ihn zeichnend oder bildhauend und seine visuelle künstlerische Wahrnehmung der Welt fließt oft in die Darstellung ein. Amüsant auch und vor allem seine Schilderungen des Betriebs an den verschiedenen Kunsthochschulen. So sind dann passenderweise die wunderschönen Zwiebel-illustrationen des Buches aus Grass‘ Feder.

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