Max, der Taschendieb

Max, der Taschendieb von Imo Moszkowicz
Max, der Taschendieb von Imo Moszkowicz

Max Schilling ist ein geschickter Taschendieb. Während seine Kinder und die Nachbarn glauben, er arbeite als Versicherungsagent, ist er darauf aus, mit Partner Arthur reichen Leuten die Geldbörsen zu stehlen. Auf einen Raubüberfall mit seinem Schwager Fred, dem schwarzen Schaf der Familie, will er sich nicht einlassen. Als Fred und ein zweiter Ganove nach dem Coup ermordet werden, überführt Max den Täter – und beginnt an seinem Beruf zu zweifeln.

„Max, der Taschendieb“ ist einer der ersten „Erwachsenenfilme“, die ich als junges Mädchen gesehen und gut gefunden habe. Tatsächlich war ich ein wenig in Fred/Hans Clarin verschossen.

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How to Marry a Millionaire Vampire

How to Marry a Millionaire Vampire von Kerrelyn Sparks
How to Marry a Millionaire Vampire von Kerrelyn Sparks

Roman Draganesti is charming, handsome, rich … he’s also a vampire. But this vampire just lost one of his fangs sinking his teeth into something he shouldn’t have. Now he has one night to find a dentist before his natural healing abilities close the wound, leaving him a lop-sided eater for all eternity.

Things aren’t going well for Shanna Whelan, either. After witnessing a gruesome murder, she’s next on the mob’s hit list. And her career as a dentist appears to be on a downward spiral because she’s afraid of blood. When Roman rescues her from an assassination attempt, she wonders if she’s found the one man who can keep her alive. Though the attraction between them is immediate and hot, can Shanna conquer her fear of blood to fix Roman’s fang? And if she does, what will prevent Roman from using his fangs on her …?

Wenn man „How to Marry a Millionaire Vampire“ nüchtern betrachtet, besteht der Roman aus nichts weiter als einer Ansammlung (schlechter) Klischees. Da hätten wir den edlen und schuldzerfressenen Vampir, der zudem noch Osteuropäer ist, ein dunkler Typ und extrem gutaussehend. Dann die gutaussehende weibliche Hauptfigur, die rothaarig und mit ungewöhnlichen geistigen Kräften begabt ist. Highlander im Kilt als Wachmannschaft, die mit heftigem Akzent sprechen und für so manchen Witz gut sind. Einen französischen Vampir, der Modedesigner ist. Die Russenmafia und fiese Russenvampire als Bösewichte. Korrupte Polizeibeamte, betonköpfige CIA-Beamte und noch vieles weitere mehr.

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Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann von James Joyce
Ein Porträt des Künstlers als junger Mann von James Joyce

Stephen Dedalus ist ein kränklicher, blasser Einzelgänger im Irland des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Doch er hat seinen eigenen Kopf. In der Jesuitenschule weigert er sich, seinen Lehrern gegenüber blinden Gehorsam zu leisten. Er sagt sich los von seinem religiösen Elternhaus und den Überzeugungen seiner Lehrer, entscheidet sich gegen den Priesterberuf und geht stattdessen seinen eigenen Weg. Er weiß, daß er zum Künstler bestimmt ist. Einfühlsam und mit großer sprachlicher Raffinesse erzählt Joyce davon, wie aus dem schüchternen Stephen ein führender Künstler wird, der immer wieder Rechenschaft über seine kreativen Fortschritte ablegt. So läßt sich „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ nicht zuletzt als ein Kommentar von Joyce über seine eigene Entwicklung als Schriftsteller begreifen.

James Joyce‘ erster Roman ist deutlich zugänglicher als seine späteren Werke „Ulysses“ (1922) und „Finnegans Wake“ (1939), verrät aber bereits die Meisterschaft seines avantgardistischen Erzählstils. In diesem Bildungsroman wird alles aus der Perspektive des Protagonisten geschildert; der Text bietet so dem Leser einen subjektiven Blick auf die Welt.

Vor allem aber ist „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ das Buch, das Joyce‘ Weg in die Moderne vorzeichnet. Hier verwendet er das erste Mal die absolute Ichperspektive, hier wird das erste Mal in seinem Werk absolut subjektiv erzählt. Noch nicht der extreme Stil, wie er ihn in „Ulysses“ oder „Finnegans Wake“ verwendet, aber ein Anfang, und noch dazu ein guter.

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Veronika beschließt zu sterben

Veronika beschließt zu sterben von Paulo Coelho
Veronika beschließt zu sterben von Paulo Coelho

Seit ich das „Handbuch des Kriegers des Lichts“ von Paulo Coelho entdeckt habe und es seither immer auf meinem Nachttisch liegt (zusammen mit dem „Hagakure“ und „Die Kunst des Krieges“), lese ich nach und nach alle Bücher des Autors.

Coelhos Prosa finde ich jetzt nicht sonderlich überragend. Seine Sprache ist schlicht, in weiten Teilen geradezu naiv und von keinem allzu hohen Niveau. Trotzdem mag ich seine Bücher, weil sie eine gewisse Sehnsucht in mir wecken.

In „Veronika beschließt zu sterben“ widmet der Autor sich dem Thema Verrücktheit, oder genauer gesagt, der Frage, was denn eigentlich verrückt bedeutet. Ein Thema, das Coelho schon lange beschäftigt, da er selbst dreimal von seinen Eltern in die Psychiatrie eingewiesen wurde.

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