Freddy und die Melodie der Nacht

Freddy und die Melodie der Nacht von Wolfgang Schleif

Freddy und die Melodie der Nacht von Wolfgang Schleif

Durch Zufall gerät der Berliner Taxifahrer Freddy ins Visier von zwei Verbrechern, die nach einem mißglückten Raubüberfall auf der Flucht sind: Sie verlieren im Wagen des ahnungslosen Chaffeurs ein Pistolenmagazin. Ein späterer Fahrgast findet es und übergibt es Freddy. Als die Räuber den Verlust bemerken, entschließen sie sich, Freddy aus dem Weg zu räumen. Er selbst weiß nichts von der drohenden Gefahr. Als er aber erfährt, daß sein Kollege Paul überfallen wurde, schöpft er Verdacht und nimmt die Spur der Ganoven auf.

Ein Film von 1960, der „Freddy und die Melodie der Nacht“ heißt und in dem Freddy Quinn die Hauptrolle spielt … Der kann doch eigentlich nur Mist sein, nicht wahr?

Zu meiner großen Überraschung ist der Film aber sogar ziemlich gut. Sicher, Freddy Quinn agiert ein wenig hölzern und er singt auch noch (und zwar recht unmotiviert). Außerdem gibt es einige Momente von seltsamem Humor, die völlig an mir vorbei gehen. Generell liegt aber über „Freddy und die Melodie der Nacht“ eine Schwermut, die dem Film einen gewissen Charme verleiht. Die Protagonisten sind einfachste Leute aus dem Arbeitermilieu, sie schlagen sich durch, müssen mit dem zurecht kommen, was sie haben (und das ist wenig). Selbst die Ganoven sind eher drittklassige Gauner, denen nichts gelingt.

Und wenn Freddy Quinn zum Schluß singt

Melodie der Nacht,
du hast Freud und Leid gebracht.
Doch die Nacht, sie wird vergeh’n.

dann ist eben nicht für alle die Geschichte gut ausgegangen. Das ist etwas, das ich sehr schätze an einem Film.

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