Meister Atami und der kleine Mönch

Meister Atami und der kleine Mönch von Da Chen

Meister Atami und der kleine Mönch von Da Chen

Der junge Luka trägt fünf schwarze Muttermale und ist damit auserwählt, der künftige chinesische Kaiser zu werden. Der Bettelmönch Atami schützt ihn vor den mongolischen Besatzern und unterweist ihn in der geheimnisvollen Fertigkeit des Kung Fu. Doch dann gerät Atami in die Hände des Feindes, und Luka muß sich dem übermächtigen Gegner allein entgegenstellen, um den göttlichen Auftrag zu erfüllen …

„Meister Atami und der kleine Mönch“ von Da Chen ist so etwas wie ein zu Papier gebrachter Kung Fu-Film. Und ich liebe Kung Fu-Filme, keine Frage! So habe ich mich auch bei diesem Buch ziemlich gut amüsiert. Da wird auf positive Art jedes lieb gewonnene Klischee bedient, vom alten und klapprigen aber superfitten Kung Fu-Meister, über den brutal aussehenden aber extrem sanftmütigen und tierlieben Riesen, bis zur fiesen und mit miesen Tricks arbeitenden Rivalen-Gang, die versucht den Protagonisten fertig zu machen.

Und da ist natürlich noch Luka, unser kleiner Mönch und den Helden des Buchs. Er ist so bescheiden und gleichzeitig so frech, so duldsam und gleichzeitig so raffiniert, sein Gegenspieler (und Vater), der fiese Ghengi, ist dagegen so tyrannisch und bösartig, daß es eine reine Freude ist. Gewürzt wird das ganze mit einer guten Portion Fantasy, es treten allerlei phantastischer Tiere auf und natürlich verfügen die Kung Fu-Kämpfer über unglaubliche, die Gesetze der Physik und Medizin verleugnende, Fertigkeiten.

Da Chen schafft es wirklich, mit vollen Händen aus der chinesischen Erzähltradition zu schöpfen. Man weiß natürlich, was passieren wird und wer am Ende gewinnt, aber die Geschichte ist so unterhaltsam geschrieben, daß man genau das genießen kann.

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