Endstation

Endstation von E.W. Emo

Endstation von E.W. Emo

Der Wiener Straßenbahnführer Karl Vierthaler hat ein Herz für seine Fahrgäste. Als eine Hutschachtel der jungen Modistin Anna aus der Bahn fällt und überfahren wird, setzt er sich persönlich bei Annas Auftraggeberin für sie ein – und verliebt sich in das schüchterne Mädchen. Karls Eltern aber wollen, daß ihr Sohn Rosa, die Tochter des Konditors Schilling, heiratet und seine geliebte Straßenbahn aufgibt. Mißverständnisse und Streit belasten bald die Liebe zwischen Karl und Anna.

Muß ich noch erwähnen, aus welcher Zeit der Film „Endstation“ stammt? Nein, das muß ich wohl nicht … *Haare rauf*

Der Film selbst ist so bieder, biederer geht es kaum. Alle Charaktere, alle Handlungen, alle alles sind so brav und süß, daß man eigentlich nur noch kotzen könnte. So ist der große Skandal auch, daß Held Karl nicht die Frau heiraten will, die seine Eltern für ihn ausgesucht haben, sondern ein anderes (süßes, braves, berufstätiges, liebes und nettes) Mädel. Was ein Schock!!!

Und dann erst der absolute Showdown, als dieses Mädchen, Anna mit Namen, mit einer Freundin ins Moulin Rouge (nein, nicht das in Paris, sondern die brave Wiener Variante) geht, um dort ihren ehemaligen Chef darum zu bitten, daß er ihr ihren Job wiedergibt. Daraufhin bekommt sie von Karl sowas von eine Szene gemacht, weil das ja wohl überhaupt gar nicht geht und sie als brave Frau sich bitteschön gar nicht vergnügen sollte.

Bei all dieser Biederkeit und dem überaus oft betonten Pflichtbewußtsein des guten Karl hilft auch der grantelnte Hans Moser nicht mehr, um den Film noch zu retten.

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