Wir machen Musik

Wir machen Musik von Helmut Käutner

Wir machen Musik von Helmut Käutner

Eigentlich muß ich gar nicht mehr erwähnen, daß auch „Wir machen Musik“ eine Produktion aus der Nazi-Zeit ist, oder? Ob DeAgostini diese Streifen irgendwie billiger bekommen hat? Wie auch immer, darum geht es:

Die Liebe des mittellosen Komponisten Karl Zimmermann gehört der klassischen Musik – so ist es ein Glücksfall, als er die Stelle seines ehemaligen Professors an der Musikschule übernehmen kann. Prompt verliebt er sich in seine hübsche Schülerin Anni Pichler, die als Sängerin der Spatzenkapelle mit flotten Schlagern Erfolg hat. Das Paar heiratet, und Anni pflegt ihre Passion für moderne Rhythmen nur noch heimlich. Das ändert sich, als Geldsorgen das junge Glück trüben.

Ansonsten braucht man über diesen Film eigentlich kaum etwas erwähnen. Er ist lala und das von der Inszenierung über die Schauspieler bis hin zur Musik. Das einzige, das ihn ein wenig von der Masse anderer lala-Unterhaltungsfilme abhebt ist, daß er eine der wenigen deutschen „Screwball Comedies“ ist.

Was das bedeutet? Ganz einfach, eine „Screwball Comedy“ ist eine Beziehungskomödie, in der mit viel Wortwitz und viel Tempo gestritten wird. „Leoparden küßt man nicht“ mit Cary Grant und Audrey Hepburn oder all die Filme mit Rock Hudson und Doris Day aus den 50ern sind gute Beispiele für dieses Genre. Auch Anni und Karl streiten und lieben sich in herrlich frechen und temporeichen Dialogen. Aber leider macht das aus „Wir machen Musik“ noch lange keinen guten Film.

Advertisements

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: